BLACK TRIP - Shadowline

VÖ: 28.08.2015
(Steamhammer / SPV)
Style: Heavy Metal
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BLACK TRIP
Manchmal gibt es sie doch: echte Perlen in einem riesigen Wust belangloser Langeweile. Zu dieser erlesenen Sorte Schmuckstücke zählt der BLACK TRIP-Zweitling. Zu den Einflüssen der Band zählen, wie sich beim Hören des Elftracklings „Shadowtime“ herausstellt, ganz klar die irische Hardrocklegende THIN LIZZY. Ähnlich einer vorstellbaren, jedoch nie greifbaren, da beständig verschwimmenden Schattenlinie gesellen sich als weitere dem süchtig machenden Zehntrackling unverrückbar ihren Stempel aufdrückende Einflüsse erlesen feiner 70er bis Früh 80er-Schule u. a. SCORPIONS in der Uli Jon Roth-Phase, RAINBOW, diverse NWOBHM-Acts programmgemäß gesellt sich IRON MAIDEN-Touch hinzu. Die beiden flott auf lässigem Stampfmodus basierenden Grooverocker „Die With Me“ und „Danger“ spiegeln deutlich THIN LIZZY-Anstrich wieder. Der Titeltrack „Shadowline“ könnte glatt einem Album von UFO entnommen sein; weiterer verdammt starker Tobak folgt. „Berlin Model 32“ groovt sich basierend auf stilsicherem RAINBOW-Anstrich kombiniert mit MAIDEN-Twingitarrenharmonien direkt ins Ohr hinein, „Over the Worldly Walls“ weckt Gedanken an die 70er SCORPIONS-Ära mit Saitenvirtuose Uli Jon Roth an der Leadgitarre. Geisterhaftes Flair entfacht die als Übergang zur Vergangenheit fungierende 46 Sekundensequenz „Rooms“. „Clockworks“ dreht die Zeit zurück, wir befinden uns in den frühen 80ern, die Uhr steht knapp vier Minuten still, wobei der Rückblick in die Vergangenheit abermals direkt zu frühen IRON MAIDEN und der Schwedischen Heavy Metal-Ur-Legende HEAVY LOAD führt, zwei Referenzen vom Aller aller Feinsten! Bei solch permanent dynamisch treibend fetten Grooves inklusive lässigem Drumming, superben Twingitarrensoli und einem inbrünstig leidenschaftlichen Klargesang, der sämtliche Dämme brechen lässt. „Subvisual Sleep“ kommt mit kräftigem ACCEPT-Riff, das von RAINBOW-Harmonien umgeben, gelungen kombiniert wird. „Sceneries“ besitzt unverkennbare IRON MAIDEN-Melodieführung, dem eine effektive Dosis alter SCORPIONS beigemischt wurde. Wundervoll! „The Storm“ weckt nicht nur gesanglich starkeParallelen zu Ex-IRON MAIDEN-Sänger Paul Di Anno in jüngeren Jahren, sondern auch nahezu komplett an die beiden mit ihm eingespielten Frühwerke der eisernen Jungfrauen. Beim Großteil aller Tracks zieht sich der unverkennbare THIN LIZZY-Haupteinfluss wie ein roter Faden durch das gesamte Album oder haben sie sich etwa des Öfteren ein wenig an DEAD LORD orientiert? Egal, wie auch immer – dieses hochexplosive Feuerwerk gehört in die Sammlung eines jeden eisern treu auf klassischen Hardrock und Metalsound schwörenden Maniacs. Vorsicht Suchtgefahr! 9,5/10. Als Anspieltipps eines qualitativ bärenstarken, kaum zu toppenden Silberlings empfehlen sich„Shadowlife“, das cool im RAINBOW-Takt groovende „Berlin Model“ und der tolle Schlußhymnentrack „Coming Home“.

