BEHOLD! THE MONOLITH - Architects Of The Void

09 behold

VÖ: 29.09.2015
(Eigenproduktion)

Style: Stoner / Doom Metal

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BEHOLD! THE MONOLITH

Seit 2007 ist das US-Stoner-Doomquartett BEHOLD! THE MONOLITZ um Gitarrist Matt Price aktiv. Nun kommt die Band mit ihrem dritten Longplayalbum aus den Startlöchern. Trotz gerging fügiger Nähe zu genreverwandter Kollegenschaft (AGALLOCH, LEVIATHAN, MELVINS, PALLBEARER oder NEUROSIS) wird beim Hören der Langrille deutlich, das auch MY DYING BRIDE auf die US-Crew abgefärbt haben, wodurch ein jederzeit eigenständiges Muster besteht. Tonnenschwer verlangsamte Zeitlupen-Monolith-Riffwalzen, tiefe Deathgrowls, heißeres Gebrüll, Klargesang, Atmosphärische Silhouetten, permanente Rhythmus, Tempo und Stimmungswechsel gönnen dem hörenden Individuum kaum Pausen sich an irgendein Grooveraster zu gewöhnen, ehe der nächste Stilbruch folgt. BEHOLD! Schaffen es auf ihrem Sechstracker The Monolith Architects of the Void“ binnen kurzer Zeit ein beklemmend fieses Atmosphärenlevel zu erzeugen, woran auch der langgezogen tiefe Gesang seinen Anteil beiträgt. Die langgezogenen Growls zeigen vielen auf halbgarer Flamme kochend schwachbrüstigen Durchschnitts-Möchtegern-Deathmetalgrunzern mehr als einmal, wo der Hammer hängt! Wenn schon Deathmetal, dann richtig! Erdige Stonergrooves fließen bei „Philosophers Blade“, danach verlangsamt sich das Tempo, ehe es plötzlich in einen brutal heftig schnellen Thrashpart übergeht, der einen regelrecht überrollt, anschließend türmen sich knallharte Doomgrooves mit schwerer Deathmetalschlagseite auf. Herrlich abgedreht, genau das richtige um den Begriff Chaos und Konfusion passend zu definieren. „The Mithridist“ rollt im schweren Doom-Deathgroove nahtlos in einen Akkustipart übergehend, ehe eine destruktiver Part folgt, der keinen Raum für positive Gefühle lässt. Ein spaciger Abgang krönt den Achtminüter, ehe „Lord of Bones“ unheilverkündend beginnt, schrittweise gesteigert schleppende Finsternis verbreitet, die in einer ausufernden Deathmetalorgie gipfelt. „Black Days of...“ erweist sich als psychedelisch dunkles Zwischenspiel den Gedanke weckend, ein Dutzend riesiger Raumschiffe taucht aus dem riesigen Kosmos über unserem Planeten kreisend auf. Endzeitapokalypse pur! „Between The Order and the Vistula Architects of the Void“ knüppelt sich zum perfekten Abgang auf direktem Wege im Wechsel zu monströsem Doom geradlinig in Manier der MELVINS aus den Boxen donnernd seinen Weg frei. Das überlange in Stein gemeißelte 14 Minuten-Monument überragt die anderen fünf Stücke noch um einiges. „Between Order...“ erzeugt hochgradig intensive, unterschiedlich bittere zugleich verstörende Depro-Stimmungen, die labilen Gemütern Alpträume in Serie bereiten. BEHOLD! THE MONOLITH klingen bei weitem zerstörerischer als manch brutal schnelle Combo auf dem Extrem Death/Blackmetalsektor es überhaupt je sein könnte! Bei aller Destruktivität werden mittels filigraner Leadsoli verbunden mit empfindsamen Augenblicken gebettet in entgegen gesetzt wirkend sanften Melodiebögen Momente tiefer Melancholie erschaffen, womit sich Behold zum Schluß verstärkt gefühlvoll geben, was sich ebenso an einem düsteren das Tempo kurze Zeit voll ständig herausnehmenden Atmosphärenpart nach MY DYING BRIDE-Stilmuster zeigt. Beeindruckend! Trotz aller Neigung zu diversen Extremen klingt der US-Vierer über die gesamte Spielzeit ausdauernd kompakt, wofür die Band ein hohes Maß Respekt verdient!

Qualitativ hochwertiges Material für Fans abgedrehter Stoner-Doom Death- und sich in Prog-Postapokalypse suhlender Extrem-Metalkost. AGALLOCH, LEVIATHAN, NEUROSIS und MELVINS-Anhänger dürfen sich von diesem Bizarrkunstcocktail angesprochen fühlen! 8,5/10