KING KOBRA - Sweden Rock Live


VÖ: 27.07.18
(METALVILLE)

Style: Classic Hard Rock

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KING KOBRA

Was erwartet den Hörer klassischer Hardrock-Klänge auf einer Live-Scheibe der Herren Appice/Shortino/Rod/Henzerling/Ziff, besser bekannt unter dem Bandnamen KING KOBRA auf dem Sweden Rock-Festival? Eine recht ausgewogene Mischung älterer und neuerer Songs, die den ca. 8.000 Besuchern auf dem Platz vor der Sweden Stage innerhalb von 65 Minuten zwischen 21:00 – 22:15 gut abgehangenen Rhythm and Beat-lastigen Hardrock auf klassischem Fundament serviert. Die Liveaufnahmen sind bereits auf dem Swedenrock 2016 entstanden. Auf seinem ersten Europa-Festival zeigte sich der US-Fünfer in bestechender Form. Von eingerostet kann bei den gestandenen Herrschaften definitiv keine Rede sein. Beispiel für den Spaß am Auftritt verbunden mit einer zackigen Portion gesunder Spritzigkeit geben der gelungene Einstieg mit dem fetzigen Riffgroover „Ready to Strike“ oder „Shadow Rider“. „Ballad of Johnny Rod“ versprüht lässiges Blues Boogie-Feeling á lá ZZ-Top.  Bei den nur angespielten DEEP PURPLE („Highway Star“) und BLACK SABBATH- („Heaven and Hell“) -Covern - zu letzterem  gibt Drummerlegende Carmine Appice noch zweieinhalb Minuten Schlagzeugunterricht - fühlt man sich als Nostalgiker vorübergehend in die Entstehungszeit dieser zwei Klassiker zurückversetzt, leider wirkt dieses Medley insgesamt nur halb fertig; was ganz leichten Abzug in der B-Note mit sich bringt. Hier stellt sich die gleiche Frage wie beim ebenfalls     nur mal kurz nebenbei angedeuteten WASP-Alltime-Evergreen „Wild Child“: Warum spielen sie das nicht vollständig aus? Das wirkt irgendwie halbgar. Möglicherweise war die Zeit doch etwas  zu knapp dafür bemessen. Ein nahtlos ineinanderübergehendes Medley hätte sich empfohlen, schon um gar nicht erst den Eindruck zu erwecken, das irgendwie noch etwas fehlt.  

Hinsichtlich Sound gibt es rein überhaupt nichts zu bekritteln. Trotz der Tatsache, das die Publikumsreaktionen verstärkt vorhanden sind, werden sie nicht über die Maßen in den Vordergrund gedrängt, auch nicht beim Live-Mitgröhler „Raise Your Hands against to Rock“ wodurch der druckvolle Kompaktklarsound umso effektivere Breitenwirkung entfaltet.

Fazit: Dynamischer Stadionhardrock für KING KOBRA wie auch frühe VAN HALEN/DEEP PURPLE/WHITESNAKE/DIO/ RAINBOW-Fans von einer gestandenen Herrenriege gesetzteren Alters, die eindrucksvoll bestätigt, das sie ihr Können nicht im Geringsten verlernt hat. - Toll! 8/10



 

 

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