WARDANCE - Heaven Is For Sale

09 wardance

VÖ: 17.09.2018
(Dying Victims Productions)

Style: Speed / Power Metal

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WARDANCE

1986 als DESTROYER gegründet und in 1988 in WARDANCE umbenannt kam 1990 das leider einzige Album der pfälzischen Power / Speed Metal Combo auf den Markt, das vor allem durch das geile Cover schon Aufmerksamkeit auf sich zog.
Mit Sängerin Sanda „Sandy“ Schumacher, den Gitarristen Franz Römer und Thomas Heyer waren zwei mehr als fähige Klampfer an Bord, Basser Markus Wawersich kam mit seinen vier Saiten cool aus dem Hintergrund und Drummer Stefan Humbert hat die Wände wackeln lassen. Ja, ich bin da etwas voreingenommen, denn ich habe die Band auf vielen Konzerten begleitet und das waren einfach geile Shows wie auch das Debüt. Das Titelstück ist schon so eine grandiose Mischung aus Speed und Power mit einem Refrain, den jeder mitgröhlen konnte und bei dem treibenden „Destroyer“ war das „Double Riffing“ total geil und auch der Bass durfte mal in den Vordergrund rücken. Dagegen ist „Believe“ ein metallischer Stampfer, der drückt wie verrückt und dann kommt eines meiner Lieblingsstücke. „Neverending Nightmare“ poltert mit einem Solo Drum Part los, die Klampfen setzen ungemein sägend ein und mit den Soli konnte das Stück mich sofort packen. Dazu der hohe Speed, das war schon ein Brett vor dem Herrn. Der krasse Gegensatz dazu stellt „I Don't Love You Anymore“ das zwar keine Ballade war, aber sanfte Ansätze und Melodien in sich hat. Die instrumentale „Overture“ leitet uns zu meinem zweiten Fave weiter, „Don't Play with Fire“ ist ein Speedster der phantastischen Art, der abgeht wie die Sau und zudem auch mit einem atmosphärischen Part und erneut grandiosen Soli aufwartet. „Death Caress“ ist nicht einfach so eine stampfende Mid Tempo Nummer, sondern mit akustischen Parts, hervorragenden Melodien und gelegentlichen Speed Ausbrüche gespickt, um dann mit „Paris in Fear“ einen erneut geradlinigen, flotten Feger für uns aus den Boxen zu jagen. Das The Animal Cover „House of the Rising Sun“ war auch damals schon für mich verzichtbar, aber das macht nach so einer großartigen Scheibe nicht viel aus.
Anno 2018 kommt aber noch massig Bonus hinzu, von der unter dem Namen DESTROYER 1988 erschienenen EP „Crucifixion“ kriegen wir als erstes“Friday the 13th“ zu hören, eine Nummer, die verdammt drückend und schleppend ist. Dazu gesellt sich mit „Chonda's Dream“ ein Stück, dass sich aus balladesken Sphären immer wieder zu einer rassigen Metal Nummer hoch pusht und auch „Killing Snow“ ist ein wahres Brett, da passt die Bezeichnung „von zart nach hart“ besser den je. Schade nur, dass die kurze Gaudi Nummer „Ernst Neger und seine moshenden Eierachander“ nicht mit dabei ist, dafür aber „Blues“, der auf dem Debüt als Bonus Track drauf war und vom 1994'er Demo gibt es als Dreingabe noch weitere Stücke wie „Megalomaniacs“ das man als melodischen Power Song bezeichnen kann, während „Wild Beauties“ etwas vertrackter und stampfender wirkt. Auch ein deutsches Stück gibt es noch, „Die Unendliche Geschichte“ treibt dabei etwas flotter und groovt dazu noch verdammt cool.
Bei mir ist das Album damals wie heute ein gern gesehener Gast im CD Schacht und es macht immer wieder Spaß, den Songs der Pfälzer zu lauschen, schade, dass sie den Durchbruch nicht geschafft haben, aber das Album ist mir immer noch satte 9 von 10 Punkten wert, denn die Erinnerung an diese geilen Zeiten stirbt niemals !!!!!!

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