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UNCLE ACID AND THE DEADBEATS - Wasteland


VÖ: 12.10.2018
(Rise Above Records)

Style: Gruseliger Psychedelic Rock/Doom Metal

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UNCLE ACID AND THE DEADBEATS

UNCLE ACID AND THE DEADBEATS bleiben eine ganz besondere Band, Punkt. Den Grund hierfür liefern die Engländer auf Album Nummer fünf selbst redend mit. Spannungsgeladene Aura von 70er-Horrorfilmen wird bei ihnen ebenso spürbar wie das Gefühl für einprägsame Melodien groß geschrieben. Unnötigen Ballast gibt es bei UNCLE ACID  AND THE DEADBEATS im Prinzip nicht. Das Material kommt gewohnt plakativ schaurig mitsamt ihm stets inne wohnendem Atmosphärenlevels rüber.

Lässt schon der mächtige Eingangs-Hitgroover „I See Through You“ erahnen, dass dieser auf Acht Tracks reduzierte Silberling definitiv nur Klasse werden kann, bestätigt sich dieser Eindruck mit jeder weiteren Etappe. „Shockwave City“ umgarnt das Gehör betörend catchy mit soviel Früh70er- ALICE COOPER-Faible im ungeschliffen verwaschen kauzigen Knarrzfaktor, das es Erinnerungen weckt. „Blood Runner“ und „Stranger Tonight“ drücken mit kräftig Vorwärtsdynamik auf's Tempo. Schleppender keineswegs weniger bedrohlich mit raumgreifender Schwere walzt sich der auf Minuten gedehnte von betörender Gesangsschattierung umgebene fast neunminütige Doomgroover „No Return“ aus den Boxen. „Wasteland“ outet sich als elegant beginnender verlockend Sinnebetäubender sich im weiteren Verlauf zum unwiderstehlich fesselnd zugleich verstörend heftig psychedelisch langen 7:46 Minuten Düsterballadentrip entwickend. „Bedouin“ gibt sich abenteuerlich packend und mystisch, „Exodus“ beendet die Reise Düsterhorrorbehaftet rockig Spacegroovend stilvoll.

UNCLE ACID AND THE DEADBEATS gehören zum Besten, was die „Retro“-Szene zu bieten hat – „Wasteland“ präsentiert die Krönung des Jahres auf dem schweren Psychdelic Sektor. Besser geht es fast nicht mehr! Aller Trendanbiederei zum Trotz lassen sich UNCLE ACID AND THE DEADBEATS in keine Kiste packen, um ihre Reize zu besitzen, die sie seit ihrem 2010er Debüt 'Volume I' auszeichnen. Harte Gitarren, verzerrte Raumklangästhetik, schleichende Melodiebögen Orgel und verführerische Gesänge sind wie üblich Trumpf auf dem wie üblich tief unter die Haut gehend ausgereiftesten Werk von UNCLE ACID AND THE DEADBEATS.

Am Ende einer ausschweifend tiefgründig psychedelischen Reise in die verborgenen Abgründe der Seele stellt der Geist einmal mehr fest, dass es noch eine andere Welt neben der alltäglichen gibt, die mindestens ebenso real ist wie der beständig stattfindende Verlauf des Seins. UNCLE ACID AND THE DEADBEATS haben ihr bisheriges Meisterstück abgeliefert.

Ergo: Das Cambridge-Quartett hat sich diesmal selbst übertroffen. Sucht auslösendes Elixier mit Langzeitwirkung. Exzessiver Psychedelic-Rock-Doom-Metal Wahnsinn zelebriert auf erlesen hohem Niveau. Top! 9/10




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