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SACRAL RAGE - Beyond Celestial Echoes


VÖ: 19.10.2018
(Cruz Del Sur Music)

Style: US-Heavy/Prog Metal/Euro Heavy Metal/70er Hardrock/Speed/Thrash

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SACRAL RAGE

Ein solches Album habe ich nun schon recht lange nicht mehr gehabt. Technisch verspielte HELSTAR paaren sich mit ruppigem CORONER- Gebretter und VOIVOD'sche angeprogt-thrashige Schrulligkeit begegnet kauzigen 70er-RUSH-Ergüssen und abrupten MERCYFUL FATE-Breaks (inklusive vereinzelt an den King heranreichender Gesangsstrukturen). Von allem etwas doch immer eine nie zu hoch angesetzte Dosis, - fertig ist das Gesamtergebnis! Progressive Geschwindigkeitswechsel treffen Speed n'Thrashlastige Strukturen um in klassischen Heavy Metal oder Hardrock zu münden. Verbunden mit dunkler postapokalyptisch getünchter Horror-Sci-Fi-Thematik ergibt sich auf dem dritten Album geschickt zwischen den Stilen balancierenden Griechen SACRAL RAGE ein reichlich schräges Elixier, das selbst alle genannten Acts nicht extremer auf die Reihe kriegen würden, sofern es eine Fusion dieser Bands gäbe. Dimitri K's Gesang da gibt es gar nichts schön zureden erfordert viel Aufmerksamkeit und strengt wie das Material heftig an. SACRAL RAGE werden es mit dieser Nummer sicher nicht allen recht machen können, soviel steht fest. Bezeichnend hierfür fasst der viel Konzentration abverlangende 14:55 Minuten-Riemen (!) bereits erwähnte Trademarks gekonnt zusammen.

Wer eine krude Mischung hochgradig technisch versierten US/Euro Traditionsmetal mit Prog- und Thrashanteilen im Sci-Fi-Gewand zwischen CORONER, MERCYFUL FATE, RUSH, HELSTAR und VOIVOD-Einfärbung zu schätzen weiß, wird mit diesem Silberdeckel glücklich werden, denn genau für dieses Fanklientel ist das Album geradezu wie gemacht. Individuen, denen der abstrakte häufig wechselnde Gesang zu komplex ist, sollten besser einen Bogen um diesen Tonträger machen.

Fazit: Hochgradig interessanter, enorm Aufmerksamkeit abverlangender Grenzgänger extrem verschachtelten Inhalts zwischen entgegengesetzt wirkenden Stühlen, an dem sich serienweise Gemüter reiben. Für's gelungene Coverartwork lege ich gerne noch einen halben Punkt drauf. 7,5/10

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