THE RESIDENCE - New Classic Rock



VÖ: 25.01.2019
(Residence Records)

Style: Classic Rock

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THE RESIDENCE

Der Vorliebe für klassischen Rock n' Roll (aha!) frönt das hinter 'New Classic Rock' stehende Sechstett THE RESIDENCE, dessen Spektrum ein bunt gemischtes Einfluss-Spektrum angefangen von den Mid-60ern über den 70er-Rock bis zu den 80ern reicht. Schön und gut, bei aller Liebe für Musik stellt sich die Frage: Kann man noch dicker auftragen als es THE RESIDENCE tun? Wohl kaum. Ok und nun zu den Fakten: Keine Frage, die Truppe hat reichlich Spaß an der Sache. Dafür, das man sich das gesamte Spektrum der Bühnenidole vollständig draufpackte, bis es nahtlos in Fleisch und Blut überging, spricht auch deren laufendes Bandmotto „Rock is Dead – Long live Rock“. STATUS QUO, MANFRED MANN’S EARTH BAND, TEN YEARS AFTER - wegweisende Vorbilder, die von THE RESIDENCE laut Infoblatt schon auf Tour begleitet wurden, haben ebenso Pate gestanden, wie derzeit aktuell angesagte Top-Acts der neuen jüngeren Retro-Bewegung vom Typ GRETA VAN FLEET/THE STRUTS. „Together we're Less Alone“ erinnert beispielsweise an eine Mischung aus KANSAS/ JOURNEY treffen MANFRED MANNS EARTH BAND, um ebenso deutlich dem ELECTRIC LIGHT ORCHESTRA Ehre zu erweisen.

Zu erwähntem Sammelsurium gesellt sich bei der Süddeutschen genauer aus Memmingen kommenden Classic Rock-Combo noch einiges mehr, was öfters gut im Takt mit dem Finger mitwippen lässt, allerdings geht dies auch schon mal auf Kosten Originalitätsfaktors. Dem hohen Gesang täte an mancher Ecke eine gesunde Schippe mehr Rauheit gut, damit gerade das Rockfaible der Band für Einflüsse wie beispielsweise STATUS QUO und TEN YEARS AFTER überall dort wo es nötig wird, um ein Vielfaches effektiver zur Geltung kommt, was locker flockig im chilligen Groove rockende Nummern wie „Still not Famous“, „Together we're less alone“, „What Did I get Up For“ und „Born To Rock“, „Rock n' Roll-Baby“ mit cremigem BEACH BOYS-Touch oder das tolle an QUEEN erinnernde „Slow it Down“ belegen. „The Clock“ überrascht durch ausgereiftes Songwriting; trotz kleinerer Gesangliche Schwächen, weis der von beschwingtem Aufbruchflair begleitete Melodic-Schunkler zu überzeugen.

Nix gegen klassischen Rock n' Roll inklusive Piano und Saxophon. Mit biederer Pop/Rock-Hausmannskost angezogener Handbremse Marke „Jolanda“, "Give Love A Chance“ oder „What Should I Do“ ist die Schmerzgrenze zum Kitsch endgültig überschritten; erfreulicherweise bleiben solche Nummern Ausnahme statt Regel. Ihre stärksten Momente haben THE RESIDENCE, wenn sie kräftig in den Rockmodus schalten.

Über den selbst verliebten Barock-Klamotten-Fetisch inklusive markiger Patchwork-Stilbezeichnung 'New Classic Rock' darf sich seinen Teil denken, wer will. Das auf Nobel gemachte Bandlogo setzt dem keineswegs zum Maskenball gewordenen Theater (hahaha!) 'die Krone' auf. Fakt ist:

Von genannten Vorbildern liegen THE RESIDENCE auf 'New Classic Rock' bei allem Hang für alten 60er-70er Heldenrock nicht allzu weit entfernt, zumal es künftig erst recht solche Bands braucht, die das Erbe der zahlenmäßig schwindenden Idole aufrecht halten. THE RESIDENCE empfehlen sich hierfür und was bisher stellen weise noch unausgegoren ist, kann vielleicht nächstes Mal schon werden, weshalb die weitere Entwicklung von THE RESIDENCE mit Spannung abzuwarten bleibt.

Fazit: - Top-Geheimtipp für Anhänger klassischen 60er-70er-Heldenrocks, die es öfter sowohl gern knackig als auch mal gediegener mögen. 7,5/10

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