HERMAN FRANK – Fight The Fear

02 Herman Frank

VÖ 08.02.19
(AFM Records/Soulfood)

Genre:
Heavy Metal

Homepage:
HERMAN FRANK

Der Name Herman Frank ist und bleibt für mich unweigerlich mit ACCEPT (1982–1984, 2004–2014), aber vor allem mit VICTORY (1986–1994, 2002–2011, seit 2013) verbunden. Die Geschichte um das Ziehen der Reißleine bei ACCEPT lassen wir hier außen vor, das Kapitel VICTORY köchelt immer mal wieder auf, aber etwas genaues erfährt man nicht, und so konzentrieren wir uns auf das jetzt vierte Studioalbum unter der Flagge „HERMAN FRANK“. Erwartungsgemäß wurde „Fight The Fear“ wieder ein reines Heavy Metal Album ohne Kompromisse. Aber reicht das aus? Die Fans seiner ehemaligen Betätigungsfelder werden auch an und mit dem neuen Output ihren Spaß haben, da bin ich mir sicher. Das ließ z. B. schon die erste Videoveröffentlichung mit „Fear“ deutlich werden. Viel interessanter fand ich dagegen den zweiten Appetithappen in Form von „Hail & Row“. Dieses schleppende, knapp 6-minütige Stück Schwermetall erinnerte mich an glückselige VICTORY-Zeiten – herrlich. Ok, „Hatred“ stampft auch recht ordentlich und schert aus der Phalanx der Kopf-zwischen-die Schultern-und los-Kompositionen aus. Tja, solche Ausreißer hätte ich mir mehr gewünscht. Stattdessen heavy meddelt man geradewegs durch die restlichen 12 Songs. Songs wie der Opener „Until The End“ oder das bei den Gitarren schwer ACCEPT-lastige “Terror” stehen hierbei Pate. Überhaupt ACCEPT, ohne danach zu suchen, fallen einem unweigerlich in zu vielen Stücken, Snippets oder Passagen auf, die hier Verwendung finden. Der Kenner wird das sofort merken. Dass das Ganze dann doch recht interessant klingt, kann man am Organ von Rick Altzi (MASTERPLAN, AT VANCE) festmachen, der als Sänger für diese Art von Mucke eine Bank ist. Nicht ganz so meins sind die teils doch recht politisch angehauchten Texte, die zum Großteil aus seiner Feder stammen. Von Vorteil ist und bleibt die Rhythmusfraktion um Michael Müller (b., JADED HEART) und Andre Hilgers (dr., Ex-AXXIS, Ex-RAGE). Beide sind Profi genug, um zu wissen, was Frank erwartet und wie sie seine Songs zu gestalten haben - Mission gelangen.
Unterm Strich ist „Fight The Fear” für mich erneut ein solides Album geworden, an das sich aufgrund fehlender Highlights in einem Jahr aber nicht mehr all zu viele erinnern werden.

Punkte: 8/10

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