LORD VICAR - The Black Powder


VÖ: Bereits erschienen
(The Church Within)

Style: Doom Metal

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LORD VICAR

LORD VICAR waren schon immer eine völlig abgedreht eigenwillig schräge Nummer für sich. Das bestätigt auch Studiolangrille Nummer vier. Ähnlich wie ihre kaum weniger konsequent individuellen Landsleute REFEREND BIZARRE gehören sie zu den bestimmenden Konstanten auf dem düsteren Slo-Mo-Sektor. Übersongs von 17 Minuten Länge wie den gelungenen Einsteiger „Sulphur, Charcoal and Salpetre“ oder das zehnminütige Schlußepos „A Second Chance“ bekommen nur ganz wenige Combos mit solch effektiver Breitenwirkung auf die Reihe. BLACK SABBATH, SAINT VITUS, REVEREND BIZARRE und WITCHFINDER GENERAL sowie an mancher Stelle tonnenschwer in Kohl- rabenschwarzer Melancholie getränkte LAKE OF TEARS (!) Einflüsse der frühen 'Headstones'-Phase fließen verstärkt mit ein, kräftig tiefgestimmt groovelastig wummernde Fuzzgitarren bereichern den Gesamtinhalt durch eine weitere höchst interessante Komponente, wodurch der episch düster doomrockende Inhalt recht basisorientiert gestützt wird. Stimmbandästhet Chritus Linderson lebt bei düster sich dahinschleppenden Doomwalzen wie „Descent“ oder Black Lines“ den Zustand emotionaler Depression bis in jede noch so kleinste Faser aus, dass es sich schmerzvoll wie ein Geschossregen tausender Pfeilspitzen tief ins Fleisch dringend hineinbohrt. „Impact“ entpuppt sich als tanzbarer zugleich gnadenlos killender Doomgroover. „The Temple in the Bedrock“ schwelgt im wechselseitigen Kontrast majestätisch schleppender Behäbigkeit und stufenweise sich aufbauend gesteigert spannungsgeladen druckvoller Tempoforcierung á lá WITCHFINDER GENRAL im Spurenraster zentnerfett voluminöser Sphären-Dichte. Die Akustikperle „Nightmare“ weckt Erinnerungen an das KIMI KÄRKI-Solowerk 'The Bone of my Bones'. Neun alle Sinne berauschend im Trauerpathos schwimmende Atmosphären-Doom-Predigten vom Feinsten.

Tief in der Metamorphose zwischen Eingängigkeit und Vertracktheit von 'The Black Powder' eintauchend, alles hinter sich lassend werden bisher unerreichte Sphärenschichten erschlossen. Welch nahezu perfekte Symbiose aus mystischer Erzählkunst, akribisch gelebter Theatralik und tiefschwarz melancholischer Weltentrücktheit. „The Black Powder“ schließt sich als eingängigster LORD VICAR-Longplayrelease auf herausragendem Top-Level dem Reigen der drei Glanztaten 'Fear No Pain', 'Signs of Osiris' und 'Gates of Flesh' problemlos an. Brilliantes Lehrstück für die COUNT RAVEN, (early) LAKE OF TEARS, BLACK SABBATH , WITCHFINDER GENERAL, REVEREND BIZARRE, SAINT VITUS und KIMI KÄRKI-Anhängerschaft.

Fazit: Ein vielgestaltig fesselndes Meisterwerk monumental raumgreifend emotionaler Düstersphären-Epik. - Hammer! 10/10

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