TIR - Metal Shock


VÖ: 10.05.2019
(Gates of Hell-Records)

Style: Heavy Metal mit viel Rock n' Roll-Einschlag

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TIR

Es gibt Bands, die vielleicht nie den ganz großen Status (Quo) erreichen, obwohl sie in ihrer vollständigen Art Heavy Metal zu spielen, über ein immenses Maß Individualität verfügen, welches seinesgleichen häufig vergeblich sucht.  1980 gegründet, feiern TIR im nächsten Jahr 40jähriges Jubiläum, womit sie zu den Urgesteinen der italienischen Heavy Metal-Szene gehören.  Nach dem 1984er Demo vergingen 29 (!) Jahre, ehe der Zeitstrahl im Jahr 2011 stehenblieb. Damit erfolgte die Geburt des schlicht 'Heavy Metal' nach der Stilrichtung benannten Debüts der sich die Combo verschrieben hat. Nicht mehr ganz so lange (sieben Jahre) dauerte es bis zum zweiten Studiolongplayer dem wieder ein Demo (2018) vorausging.

'Metal Shock' vereint erneut alle Qualitäten dieser italienischen Ur-Dinos: Herrliche Twingitarrenharmonien, wechseln mit heroischem Gesang, packenden Melodien, krachenden Riffs, treibenden Schlagzeugbeats und theatralisch wie bissigen Shouting was den elf Songs auf 'Metal Shock' Gestalt verleiht. Wenn es ein Manko gibt, liegt es in der mangelnden Abwechslung, denn alle Songs gehen vom Start weg flott zur Sache, was den Hörgenuss phasenweise etwas eintönig werden lässt. Sieht man von diesem Schönheitsfehler ab, legen die Italiener ein heftig wildes, häufig ungemein flottes kauzig verwaschen produziertes von AC/DC/STATUS QUO, teilweise auch MOTÖRHEAD-lastigem Rock n' Roll angetriebenes Heavy Metal- Brett das unverfälscht natürlichen Heavy Metal beeinflusst von Acts wie ACCEPT, DIO, KROKUS und SAXON basiert, hin. Obwohl es einem der kehlige Gesang mit extrem ausgereizt rollendem R in italienischer Sprache oft nicht immer einfach macht, besitzt das dynamische Songmaterial mächtig Pfeffer auf der Düse, was ihm gesundermaßen eigentümlichen Charme verleiht. Spritzig explosive Nackenbrecher wie das mit Sirenengeheul eingeläutete Feuerwerk „Citta In Fiamme“, „La Sfida“, „Crazy Mama“, „Metal Shock“ oder „Mitra“ sprechen für sich. Da tut ein schlichter Vier Minuten Hard Rocker wie „Dentro Il Vuoto“ oder das balledesk verträumte Akustik-Schlußstück „Memoria“ (Faber) allein der Abwechslung halber mal richtig gut.

Fazit: TIR geben weiteres Beispiel davon, das amtlicher 80er-Metal mit Rock n' Roll-Faktor trotz längeren Verfallsdatums überhaupt kein Gramm Explosivität geschweige denn Spritzigkeit eingebüßt hat.  Mille grazie! - Das rockt! 7/10





 

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