AMULET - The Inevitable War

VÖ: Bereits erschienen
(Dissonance Productions)
Style: Heavy Metal
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AMULET
Lange Zeit blieb es ziemlich ruhig um die Londoner Heavy Metalband AMULET, die vor gut fünf Jahren mit 'The First' einen phantastischen Longplayeinstand hinlegte. Innerhalb einer solchen Zeitspanne kann so einiges passieren, was auch geschehen ist. das Besetzungskarussell hat sich gedreht. Neu an Bord sind ASGARD-Szenedionsaurier Federico „Mace“ Mazza dessen warmes Stimmorgan allen Songs ihren Stempel aufdrückt und DECEPTOR-Bassist Sam Mackertich der zusammen mit Nick Ganesha eine traumhaft harmonische Rhythmusektion bildend sich ebenso mannschaftsdienlich ins Gesamtbild einfügt. Phantastische Gitarrenarbeit leistet das Seitenhexerduo James 'Nippy' Blackford/Marek 'Heathen' Steven. Klassische Heavy Metalstrukturen bestimmen den Ereignishorizont bei AMULET, obwohl sich häufig vielseitige Wechsel ohne direkt in den Prog-Metalbereich einzutauchen bei allen neun Tracks auf 'The Inevitable War' bemerkbar machen, was fließenden Traditions-Metal-Knallern wie dem speedigen „Shockwave“, „Burning Hammer“, der geheimnisvoll Spacerock-Sphärisch eingeleiteten Hymne „Call of the Siren“, dem DIO/MAIDEN/PRIEST/UFO-Bastard-Rocker „Gateway To Hell“ oder einem Früh80er-MAIDEN-geprägten Sahnehäppchen vom Typus „Poison Chalice“ prima zu Gesicht steht. Romantisch-Folklastig ist das Brückenbauende Zwischenspiel „La noche de las gaviotas“ gezupft. Unabhängig ob nun in die Hardrock, Heavy, AOR oder Speed Metal-Schublade gegriffen wird, - AMULET bewahren sich dauerhaft ihre Eigenständigkeit. Hier und dort machen sich NWOBHM-Einflüsse, DIO, MAIDEN, PRIEST, UFO, DEEP PURPLE usw., bemerkbar. Das beste heben sich AMULET für den Schluß auf. „Roundhead“ entwickelt sich in drei Teilen zusammengefasst zum packenden epischen Longtrack-Opus.
Gebettet in ein Cremeschokoladiges nahezu authentisches Original-Soundraster im Zeichen der starken 80er-IRON MAIDEN-Scheiben als Produzenten-Legende Martin Birch selbst deren Sound veredelte, dürfte überzeugte Kuttenträgerschaft folglich erahnen, was die Stunde geschlagen hat.
Fazit: 'The Inevitable War strotzt vor tollen Songs mit viel Substanz veredelt durch erhöhten Unberechenbarkeitsfaktor. 8,5/10

