STARGAZERY - Eye On The Sky


VÖ: 14.06.2019
(Pure Steel Records)

Style: Melodic Metal

Homepage:
STARGAZERY

WHITESNAKE, RAINBOW, BLACK SABBATH (mit Tony Martin, deren 'Headless-Cross' auf dem Erstling der finnischen Melodic Metaller STARGAZERY vertreten ist), SCORPIONS und eine nicht von der Handweisbare Prise YNGWIE MALMSTEEN/ASTRAL DOORS geben sich auf dem bereits 2011 veröffentlichten STARGAZERY-Erstling fleißig die Klinkebei der Band aus Oulu (wo einmal im Jahr die Luftgitarren-WM stattfindet!)  in die Hand. Klassische 70er, 80er Hardrock/Heavy Metalschule, die Generationen von Fans begeistert. Dafür sorgt neben druckvollen Gitarrenriffs und Leadsoli, angenehm dosierten Keyboards, eine druckvollen Gesamtproduktion, die Bass und Schlagzeug voll zur Geltung kommen lässt und Jani Tiura's herrlich flexiblem Gesang, der sowohl Tony Martin Stimmfacetten wie SCORPIONS,WHITESNAKE und RAINBOW-Gesangsschule krisenfrei beherrscht. STARGAZERY tun dies ebenfalls, ob es allerdings für Generationen von Fans zutrifft, bleibt mal dahingestellt. An Melodischer Grundstruktur mangelte es den Finnen 2011 nicht. „I am The Night“ rockt in klassischer SCORPIONS-Manier, Jari Tiura kommt SCORPIONS-Goldkehlchen Klaus Meine gesanglich immens nahe. „How Many Miles“ hätte geschwindigkeits- und Stilmäßig wahrscheinlich auf ein Album ihrer Landsleute STRATOVARIUS gepasst.

Obwohl der Melodic Sektor gewaltig überlaufen ist, finden sich dort immer noch Perlen, die es verdienen gewürdigt zu werden, selbst wenn sie bereits mehrere Jahre zurückliegen. Ein solches auf beachtliche Resonanz gestoßenes Debüt haben STARGAZERY anno 2011 veröffentlicht, und es gibt keinen Grund dieses tolle Gesamtwerk inklusive Bonustrack auch nur im geringsten herabzuwürdigen. Dafür zeichnen ebenfalls fett rockende Melodic-Smasher vom Kaliber „How Many Miles“ oder das raumgreifend schleppende Pathos „Judah“ (The Lion), der zwischen ATRAL DOORS und barock angehauchter MALMSTEEN-Dynamik strotzende Theatralik-Brecher „S.O.S.“, die kraftvoll eingängige, ungemein raumgreifende Melodic Edel-Hymne „Jester of Kings“ verantwortlich, und das superb umgesetzte auf eine Band wie STARGAZERY regelrecht zugeschnittene BLACK SABBATH-Cover 'Headless Cross' nicht zu vergessen.

Wer positive Vibrations braucht, sollte sich unbedingt dieses gehaltvoll flüssig wie aus einem Guss rockende Album der Finnen STARGAZERY anhören und Bedarfsfall zulegen, deren beseelte Musik echte Gefühle in einer von Digitaler Bequemlichkeit und Massenkommerz tyrannisierten Welt freisetzt.

Fazit: 'Eye On The Sky' dürfte RAINBOW, BLACK SABBATH, ASTRAL DOORS, STRATOVARIUS und MALMSTEEN-FANS gefallen. Nicht wirklich neu, doch eine lohnenswerte Wiederauflage, die selbst gefühlte neun Jahre immer noch locker verdient gute 8 von 10 Punkten wert ist.

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