HARPYIE - Aurora

06 Harpyie 01

VÖ: 28.06.19
(Metalville)

Style: Folk Metal, Folk Rock

Homepage:
HARPYIE

Auch mit dem frischen Output „Aurora“ erfinden Harpyie das musikalische Rad ihrer Vorbilder nicht neu, drehen dieses aber wieder mit eigenen Einflüssen ein gutes Stück weiter. Subway to Sally, Saltatio Mortis und nun auch ein wenig Mono Inc. haben sich ein weiters mal in die Grundzüge der 12 Songs geschlichen. Dies ist aber kein Makel denn die hymnischen und im Refrain recht simpel gehaltenen Songs gehen meist sofort ins Ohr. Eingängigkeit lautet die Devise. Und davon liefert man auf „Aurora“ so manches Schmankerl. Das Grundgerüst ist ruhiger, weniger hektisch gestaltet. Gegen Ende der Scheibe packt man aber dann doch noch einmal die Tieftöner-Keule aus, liefert schwere Gitarren und bauchiges Schlagzeug, welche allerdings ganz furchtbar matschig und übersteuert wurden. Ein echter Makel dieser ansonsten sehr gefälligen Scheibe, deren Eingängigkeit sich an vielen Ecken in das Ohr fräst. Laut oder im Auto dröhnt die Scheibe in den härteren Passagen allerdings mit dumpfem Soundbrei. Unnötig und Ärgerlich. Am meisten konnte mich das frische, recht ruhige Gesicht der Harpyien überzeugen. „Nichts mehr“, „Kompassrosen welken nicht“ sind echt gefühlvolle Hits, denen die beiden Subway to Sally Oden „“Morgenstern“ und „Sternenfeuer“ in nichts nachstehen. Gegen Ende geht dem Fünfer zwar ein wenig die Luft aus und das sehr hohe Niveau der ersten 7 Songs beginnt langsam zu bröckeln. Nichts desto trotz fegen Harpyie ein weiters mal mit Elan durch das Genre und liefern Songs, die zwar nicht unbedingt einen waschechten Bandstempel tragen, aber zumindest verdammt eingängiges und munteres Liedgut liefern.
Fazit: Schicke und variable Folk Metal Scheibe, die Spaß macht und über weite Strecken formidabel zu unterhalten weiß. 7,5 von 10

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