G.O.D. - Eternity

07 GOD

VÖ: 28.06.19
(DMG Records / Broken Silence)

Style: Folk Rock

Homepage:
G.O.D.

Der Albenoutput von G.O.D. bleibt weiterhin sehr beachtlich, denn "Eternity" trägt bereits die Nummer 20. Ein weiteres mal präsentiert man neben Eigenkreationen auch einen ganzen Batzen Coverversionen, die man mit dem typischen Bandsound teilweise stark veredelt. Gerade hier wäre das stark entschleunigte "Shout" von Tears for Fears zu nennen, das in balladesker Form nebst Kinderchor ein echtes Highlight darstellt. Aber auch "Carmouflage" von Stan Ridgway passt ganz hervorragend ins Bandpotpourri. Ein Gros der weiteren Cover aber setzt sich aus meist eher weniger bekannten Stücken zusammen, die eher bedingtes Hitpotenzial in sich haben. Da außerdem deren Verarbeitung relativ gleichförmig verläuft, verliert das Album teilweise seinen Biss und die dazugehörige Abwechslung. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Nach wirklich brillanten Outputs wie "Blackbeart", "Lord oft the Drink" und "Highway to Dublin" die weit über den bandeigenen Tellerrand hinausragten und Mut zu differenziertem Songwriting zeigten (und zudem eine sehr gesunde Härte offerierten), macht sich auf "Eternity" doch ein großes Maß an Wiederholung zu vielen anderen Scheiben breit. Viele der Songs wirken altbekannt in Ablauf, Aufbau, Melodie- und Rhythmusverlauf. Auch Dominik Roesch´s Geige lässt wenig Abwechslung in die Lieder einfließen. Zu oft gehört und zu sehr an klassischen Traditionals angelehnt, zelebriert man kaum Neues oder frische Highlights. Es entsteht der Eindruck: "Hey das habe ich auf den letzten 10 Alben mit minimaler Änderung oder leicht differenzierter Melodieführung bereits mehrfach gehört. Bei all den kritischen Anmerkungen sei aber gesagt, dass "Eternity" beileibe kein schlechtes Album ist, das zudem einige Durchläufe benötigt. Den Mut diverse Songstrukturen einmal aufzubrechen, längere Melodieparts zu zelebrieren oder auch mal wieder eine härtere Gangart anzuschlagen vermisse ich hier allerdings schmerzlich. So bietet auch "Eternity" gewohnte G.O.D. Kost aus Folk, Rock, Country, einem Hauch Gothic und einer fetten Prise Irish Folk, die Fans der Jungs durchaus zufriedenstellen dürfte. Allerdings sorgt man durch den geradlinigen, vielbekannten Verlauf hier kaum für Überraschungen oder eine geballte Ansammlung an Highlights. So bleiben 6,5 von 10 Punkte.

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