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HELVETETS PORT - From Life To Death


VÖ: 23.08.2019
(High Roller Records/Soulfood)

Style: Heavy Metal

Homepage:
HELVETETS PORT

Als HELVETETS PORT begannen klassischen Oldschool Heavy Metal zu spielen und es die ganzen Rams, Skullfists, Iron Curtains, Night Demons, Visigoths und wie sie sonst noch gegenwärtig alle heißen, überhaupt nicht gab. Und Ja: Sie gehörten zur ersten Generationswelle junger Traditions- Schweden-Stahlbands. Schon vor 18 Jahren hielten HELVETETS PORT ihre Fahne der besten Musik der Welt, des klassischen Traditions Heavy Metals hoch, den damals fast kaum eine Band mehr spielte, wobei sich mir die oft Frage stellte, warum dies so gewesen ist. Schließlich dürfte allem voran dies der vielleicht gewichtigste Grund dafür sein, weshalb sich HELVETETS PORT gründeten. Dank derartiger Steherqualitäten liefern die nach einigen Line-Up-Wechseln wieder in ihre Spur zurück gefundene Truppe auf 'From Life To Death' die Antwort gleich mit. Anno 2019 gibt es Protagonisten traditioneller Heavy Metal-Schule wie Sand am Meer, doch ohne treue Verfechter wie HELVETS PORT denen endlich mal die längst verdiente Anerkennung zu Teil werden müsste, wäre diese Tendenz nicht möglich. Wie dem auch sei – HELVETS PORT sind eine unverwüstliche Konstante, an der sich die besten des Genres weiterhin messen müssen, und das ist ganz ehrlich – verdammt nocheins gut so!

Deutlich gereifter als zu Zeiten ihres zumindest recht annehmbaren 'Exodus to Hell'-Debüts haben HELVETETS PORT mitsamt episch mittelalterlich kauziger-Schlagseite kräftig unterstützt ein starkes Stück klassischen Heavy Metal schwedischer Art geschmiedet, an dem Fans der nahezu gesamten Liga späterer Traditionskapellen (u. a. PORTRAIT, ENFORCER, RAM) gar nicht erst vorbei kommen. Drei in eigener Schwedischer Landessprache gesungene Songs wurden zusätzlich mit drauf gebracht. Geniesst herrlich nostalgisch zugleich beschwingt im traditionellen 80er-Sound röhrende Schwedenstahl-hymnen der Sorte „Ruled With an Iron Hand“, „White Diamond“, „Hero of an Age“ oder "Thunder Ace", lasst euch vom heroischen mittels herrlicher Melodiebögen in knackigem Groove und vielseitigem phasenweise choralem Hochton-Gesang gehüllten Kraftfutter gefangen nehmen. Die intensive Wandlung hat der Band sichtlich gut getan. Riffs und Leadsoli fließen mehr aus einem Guss denn je, das Schlagzeug klingt passend zu den Gitarren harmonisch. Sangesästhet Witchfinder liefert eine tolle Sangesleistung. Authentischer kann HEAVY METAL ungekünstelter Form nicht mehr gespielt werden. Nach dem ersten Durchlauf wird klar, dass der es auf siebenundfünzig Minuten Spielzeit bringende Vierzehntracker trotz fesselnder Songstrukturen eine sehr umfangreiche Detailvielfalt beinhaltet, die sich schrittweise mehr offenbaren, zunehmend mehr Feinheiten entdecken lässt.

Fazit: Fesselnder Schwedenstahl für die schwermetallische Undergroundfangemeinde, wie ihn nur die ehrlichsten Verfechter der besten Musik der Welt zu Stande bringen. 8,5/10




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