Zur Zeit finden keine Konzerte statt. Sobald es auf den Brettern wieder rund geht, bekommt Ihr hier auch wieder die Informationen dazu.


INSOMNIUM – Heart Like A Grave

10 Insomnium

VÖ 04.09.19
(Century Media)

Genre:
Melodic Death Metal

Homepage:
INSOMNIUM

Da ist es nun, das von der Fangemeinde lang ersehnte achte Studioalbum der finnischen Melo-Deather INSOMNIUM. Wer die Karriere der Suomis seit 2002 verfolgt hat, wird festgestellt haben, dass man spätestens ab der Veröffentlichung „Shadows of the Dying Sun“ (2014) und dem 40-minütigen One-Track-Album „Winter's Gate“ (2016) seine musikalische Ausrichtung manifestiert hat, und so scheint es wenig überraschend, dass jetzt „Heart Like A Grave“ die logische Fortsetzung davon wurde. Man erschuf über die zehn neuen Stücke (12 auf der limited Edition) hinweg erneut typisch nordisch melancholische Melodien, die berühren, unter die Haut gehen, zum Nachdenken anregen oder einfach nur der Entspannung dienen. Durch den Umstand des beruflich stark eingeschränkten Gitarristen und Leadsängers Ville Friman entschloss sich das Quartett, auch einen dritten Gitarristen zum Line Up hinzuzunehmen, der mit Jani Liimatainen (CAIN’S OFFERING, ex-SONATA ARCTICA) gefunden wurde. Dies wird man sich u. a. auch live zu nutze machen, da nicht nur die Gitarren so mächtiger und vielschichtiger agieren können, sondern Liimatainen auch als zweite Stimme eingesetzt wird. Friman selbst setzt mit seinem zweistimmigen Wechselgesang natürlich wieder Akzente („Valediction“). Egal ob mit tiefsten Growls („And Bells They Toll“, „Mute Is My Sorrow“) in Manier eines Johann Hegg (AMON AMRTH) oder im Cleangesang, man muss ihn einfach als INSOMIUM’s Goldkehlchen bezeichnen. Dass die Spielzeit von „Heart Like A Grave“ an der 70 Minuten Marke kratzt, liegt an den teilweise auffällig langen, aber dennoch kurzweiligen und perfekt arrangierten Stücken wie dem bärenstarken „Pale Morning Star“ (08:58), „Twilight Trails“ (07:06) oder dem genialen Titeltrack selbst (07:05). Alles kleine, in sich abgeschlossene Geschichten ohne festes Konzept oder einen sprichwörtlichen roten Faden. Dennoch empfiehlt es sich, das Album am Stück anzuhören, da es erst als Gesamtpaket seine ganze Macht entfaltet.
„Heart Like A Grave” – ein weiteres Album aus der INSOMNIUM-Schmiede, an dem sich Finnlands Melodic Deather werden messen lassen müssen.

Punkte: 9/10

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