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CLOUDBURST – Do Me A Favour And Die

01 Cloudburst

VÖ: 17.02.09
(Eigenveröffentlichung)

Genre:
Modern Prog Metal

Homepage:
CLOUDBURST

Was macht der Musiker, wenn seine eigentliche Band auf Eis liegt? Nun, einige versuchen ihr Heil in einer anderen Band, wieder andere gründen einfach eine weitere Kombo. So geschehen im Fall der MAKE MY DAY Bandmates Eike C. Thomas (dr.) und Benjamin Klement (b.), die im Jahre 2009 CLOUDBURST offiziell ausriefen und auch direkt am 17. Februar gleichen Jahres das Debütalbum „Do Me A Favour And Die“ in Eigenregie veröffentlichten. So wie sich die Band damals beschrieb, so klangen auch die elf Stücke. Fast jeder der vier Akteure war in unterschiedlichen Genres beheimatet und hatte andere musikalische Vorlieben. Wenn man das alles rückblickend beim heutigen anhören berücksichtigt, dann versteht man den Longplayer nicht als Mischmasch, sondern durchaus als tauglichen Versuch verschiedene Musikstile zu vereinen. So z. B. klingt der Opener „Envy“ wie angethrashter NWOBHM. „Crush“ weist vom Aufbau im Songwriting her Parallelen zu SAVATAGE in Zeiten von „Wake of Magellan“ auf, hat aber im Endergebnis eher wenig mit deren damaligen Outputs zu tun, da gerade die Art des Gitarrenspiels in eine andere Richtung geht. Der durchaus melodische eingängige Titeltrack „Do Me A Favour And Die“ stellt definitiv das Herzstück des Longplayers dar. Wie hier fallen immer wieder die coolen Gitarrenliks von Joey Sato auf, der seinerzeit wie heute mit dem Death/Black Metal verwurzelt ist. Eine gesanglich ganz fette Nummer stellt auch „Rage“ dar. Das halbballadeske Stück unterstreicht die gesangliche Gesamtleistung von Sänger Max Evans auf dem Album, der zu Schulzeiten schon in einem Musical performte. Ansonsten bewegt man sich vornehmlich im metallischen Midtempo, nimmt aber gelegentliche Ausreißer in den einzelnen Stücken gerne in Kauf, um eben die Spannung hoch zu halten.
Heute könnte man auch Ähnlichkeiten mit MY CHEMICAL ROMANCE oder GHOST in einzelne Songs hineininterpretieren und in der Summe CLOUDBURST vielleicht auch in Teilbereichen mit AVENGED SEVENFOLD beschreiben, wenn man nach Vergleichen sucht.
Warum das Album jetzt nach gut elf Jahren hier eine Rezension erhält ist auch schnell erklärt. Es wird als Download jetzt wieder angeboten und erhielt damals so gut wie keine Presse.
Wer also jetzt Interesse an diesem, für damalige Zeiten schon sehr gut produzierten Album zeigt, darf für kleines Geld gerne zuschlagen.

Punkte: 7,5/10

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