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BLACK HAWK - Destination Hell


VÖ: 13.03.2020
(Pure Underground Records)

Style: Heavy Metal

Homepage:
BLACK HAWK

Endlich wieder ein neues Album der Schleswig Holstein-Metaller BLACK HAWK, alte Szene-Hasen, die nächstes Jahr 40jähriges Jubiläum (!) feiern und es immer noch können. Schon die ersten Minuten machen auf dem nunmehr siebten Studiolongplayer unmissverständlich klar: BLACK HAWK haben kein Gramm Energie verloren. Stattdessen demonstrieren diese gestandenen Routiniers auf 'Destination Hell' in recht eindrucksvoller Weise, dass sie es noch mit jeder x-beliebigen Jungspundcombo des metallischen Kosmos aufnehmen, selbst auf dem Traditonsmetalsektor weitaus bekannteren Teutonenstahl-Dinosauriern (GAMMA RAY, IRON SAVIOR, PRIMAL FEAR, GRAVE DIGGER) das Fürchen lehren können. Allerdings bleibt es mir nach wie vor schleierhaft, warum eine Band wie BLACK HAWK bei soviel handwerklichem Können immer noch zu den bestgehüteten Teutonenstahl-Geheimnissen hierzulande gehört? In einer zunehmend von Ballermann-Metal und Plastikpseudorock zugemüllten Welt lob' ich mir solche Schwerkaliber, die noch den ursprünglichen Geist reellen Heavy Metals verströmen!

Trocken aus der Hüfte geschossene Speedabrissbirnen vom Kaliber „Hell“ oder „Speed Ride“ wissen ebenso zu überzeugen, wie langsamere, von schneidender Gitarrenriffdynamik dominierte Midtempo-Banger des Schnittmusters „Smoking Guns“ und „Under Horizon“. Daneben macht auch der impulsive Stampfer „Time“ eine jederzeit tolle Figur. Und der 'Destination Hell'-Express rollt weiter auf sicherer Spur. Statt eingleisig zu fahren geht es mit mächtig Dampf auf dem Kessel frisch, dynamisch, flexibel, weiter. Und schon rollt auch die nächste Speedwelle „Voices From The Dark“ heran, ehe der tempogedrosselte Fistbanger „The Eyes of the Beast“ folgt. Das sie ihren Humor mit verstecktem Augenzwinkern nicht verloren haben, zeigen der rappelnde Wecker bei „Time“ und sanfte Männer-Ohoho-Singalongs kombiniert mit liebreizendem Frauengesang bei „The Eyes Of The Beast“.  „The Bleeding Heart“ gibt Beleg dafür, was eine emotionsgeladene Powerballade zum gemeinsam in der Gruppe Mitsingen einschließlich geballter Ohrwurmqualität ist, die dem Begriff in jeder Form gerecht wird, (Udo Bethke gehört mit seinem kraftvoll flexiblen Organ, das sowohl elegante Hochtonästhetik, als Theatralik und bissige Reibeissenröhre in sich vereint schon viel zu lange zu den sträflich unterbewertetsten Vocalakrobaten hierzulande!) ehe mit der aussagekräftigen-Schluß-Hymne „Masters of Metal“ noch ein kräftiges Signal gesetzt wird. So und nicht anders, - sympathisch ehrlich mit aussagekräftiger Attitüde voran marschierend - hat waschechter deftig in den Hintern tretender Oldschool-METAL zu klingen! BLACK HAWK sind abermals eine sichere Bank.

Als Anspieltipps empfehlen sich die Speedabrissbirnen „Hate“ und „Speed Ride“, das Midtempo-Monster Smoking Guns, der Stampfer „Time“ sowie die tolle Powerballade „Bleeding Heart“. Daraus ergibt sich folgendes...

Fazit: Bockstarke Qualitätsarbeit aus dem Hause BLACK HAWK, die sich weder nationaler noch internationaler Konkurrenz beugen muss. Fett! 8/10

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