BACKWATER - Rock n' Roll-History


VÖ: Bereits erschienen
(Eigenproduktion)

Style: Hard Rock

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BACKWATER

Klassischen Hardrock der bewährten 70er/80er-Schule hat sich die seit 2013 bestehende Schweizer Combo BACKWATER (nicht zu verwechseln mit den süddeutschen Heavy/Speedstern gleichen Namens!) auf die Fahnen geschrieben. Das zweite Longplay-Album der Eidgenossen zeigt sich erfrischend flexibel trotz kräftig im Fahrwasser von Australiens Topexporten AC/DC/ROSE TATTOO sowie Schweizer Hardrock-Tradition der Schiene KROKUS/KILLER schwimmender Stilnote, unternimmt man zwischen durch mit Vorliebe Abstecher in Southernrock-Gefilde á lá MOLLY HATCHET, LYNYRD SKYNYRD & Co. ; bestes Beispiel von letzterer Passion gibt der schleppende Groover „Sweet Little Passion“ mit unverkennbarem Bluesfaible wodurch der Rock n' Roll-Spirit gelungen eingefangen wird. Knackige Party-Hardrockfeger wie „Jack The Ripper“ und Bluesboogie-Orgien vom Typ „Shine For Me“ aufgelockert durch Stampfpassagen gehen beschwingt nach vorn, dass soviel ehrliche Spielfreude ansteckt. Die Auseinandersetzung mit den regelrecht vom 'Tatts'-Fieber befallenen vom kernigen Drive der Slide Gitarre geprägten sich im ROSE TATTOO-Gewand präsentierenden „Rockin Style“ und „Rosie Got a Gun“ ist ebenfalls gelungen. Dank erkennbarer Eigenstilnote und effektivem Gesang geht die klare Struktur selten verloren. Zwar sind nicht alle Stücke gelungen, doch bleiben diese klar in der Minderheit, zumal dieses kleine Manko durch ein gehobenes Maß an Vitalität ausgeglichen wird. 

Bei BACKWATER regiert der jederzeit erdige Groove im Rhythm and Beat-Gewand, was auch weitere Rocker wie „I Just Want Love“, der von kraftvollem Riff unterlegte den Albumtitel kennzeichnende Titelsmasher „Rock n' Roll History“ oder das von kraftvollem AC/DC-Gedächtnisriff unterlegte „Ride Down“. Komischerweise schwächelt ausgerechnet die obligatorische lediglich Durchschnittsformat erreichende Ballade „Angel Of Devil“, der mit „Overdrive“ ein weiterer entspannt sich aus den Boxen schälender Hard Rocker folgt. Zum Schluß darf wie so häufig bei anderen „Whiskey in the Jar“ nicht fehlen? Falsch! Der Titel des berühmten THIN LIZZY-Evergreens wurde für eine Eigenkomposition genommen, die sich im Schnittmengenfeld von Classic-Hardrock und Bluesboogie-Style trifft.

Fazit: Empfehlenswert knackig erdige Mixtur für eine breit gestreute Anhängerschaft handgemacht ehrlicher Hardrock-Musik. - Chapeau! 7,5/10