HAVOK - V
VÖ: bereits erschienen
(Century Media Records)
Style: Thrash Metal
Homepage:
HAVOK
Nicht gerade einfallsreich ist der Titel des fünften Albums der Ami Thrasher, doch was dann mit „Post-Truth Era“ kommt, ist verdammt guter Thrash der flotten Art und da lebt die Bay Area wieder klar auf. Mit „Fear Campaign“ bin ich ein wenig von den Socken, nicht nur der Thrash sit hier Programm, auch der gute, alte Speed Metal hat hier ein paar Einschübe und man fühlt sich ab und an auch gerne mal an Overkill erinnert. In „Betrayed by Technology“ geht es dann eher im Mid Tempo Thrash zu, aber hier schaffen es HAVOK, auch mit fast schon Prog angehauchten Parts, einem sehr guten Solo und verschleppter Geschwindigkeit, das Interesse aufrecht zu halten. Leider ist „Ritual of the Mind“ bis auf das Ende nur wie an einer Schnur gezogen und es gibt auch keine großartigen Überraschungen und das vermisse ich auch in „Interface with the Infinite“, auch wenn das Solo cool gezockt ist. Dann auch noch ein Instrumental namens „Dab Tsog“, da kommt nicht unbedingt Hörfreude bei mir auf. Dafür holt mich das feurig flotte „Phantom Force“ wieder in die heile Thrash Metal Welt zurück und der Song geht ab wie Luzie und auch „Cosmetic Surgery“ kann sich als starke Thrash Salve bezeichnen. Hier wummert der Bass sehr oft im Vordergrund und danach ist „Panpsychism“ eine interessant groovende Nummer, die vor allem im und kurz nach dem Solo pfleilschnell rast und auch mit „Merchants of Death“ kriegen wir nach vorne treibende Mucke geboten. Von akustischen Klängen über Mid Tempo powert sich „Don't Do It“ immer wieter nach oben und hat sogar klaren Gesang an Bord, um dann gegen Ende der über acht Minuten Laifzeit wieder in die ganz ruhigen Ebenen herunter zu fahren.
HAVOK haben beileibe keine schlechte Scheibe am Start, aber leider auch so viele Durchhänger, dass am Ende leider nur 6,8 von 10 Punkten bleiben.