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LONEWOLF - Division Hades / Into The Past We Ride


VÖ: 25.09.2020
(Massacre Records)

Style: Heavy/Power/Speed Metal

Homepage:
LONEWOLF

Album Nummer zehn der Deutsch-Französischen Freundschaft LONEWOLF soll etwas ganz besonderes sein. Bandkopf Jens Börner und seine Mannschaft sind abermals nicht zu bremsen, im Vergleich zum letzten Studiowerk wurde für 'Division Hades' wieder eine ganze Schippe mehr Heavyness verbunden mit Spritzigkeit und Finesse draufgepackt. Auch das RUNNING WILD/GRAVE DIGGER-Einfluss-Spektrum kommt bei dem ständig zwischen Heavy-, Power- und Speed-Metalregionen wechselnden Vierer deutlich spürbar zum Vorschein. Weckt der Intromäßige Beginn zu „The Last Goodbye“ reichlich Spannung, wird mit dem nach folgenden Riffgewitter auf Anhieb kräftig in die Vollen gehend nachgelegt. „The Fallen Angel“ ist eine für kommende LONEWOLF-Livegigs geradezu prädestinierte Hymne inklusive packend heroischem Mittelteil, ehe ein Killer-Speedinferno ausbricht, das auch RUNNING WILD oder GRAVE DIGGER kaum besser hinbekommen. Der tiefe rauhkehlige kein Blatt vor den Mund nehmende oft an Rock n Rolf heran reichende Gesang von Jens Börner verfügt aus meiner Sicht exakt über die Stimmlage welche eine Band wie LONEWOLF braucht, woran sich wieder einmal die Geister scheiden. Zarte Gemüter mögen seien wir ehrlich, lieber un(v)erträgliches Heulbojengejammer im Hochtonfrequenzbereich (!)  trägt ebenso heftig dazu bei, den Vergleichsfaktor zu diesen zwei für den Teutonenstahl unverzichtbar wichtigen Institutionen zu festigen. Das Gitarrentandem Börner/Capolongo schenkt serienweise gewaltig fett durch den Äther hallende Riffbreitseiten und versierte Filigranleadsoli aus, während eine in Person von Bassist Rikki Mannhart und Drummer Bubu Brunner kompromisslos arschtight alles wegblasende Rhythmussektion ihr undurchdringbar dichtes Fundament legt.

Weitere Speedgewitter wie der treibende Album-Titelsong 'Division Hades' und rebellische Hymnen Marke „Alive“, „Silent Rage“ werden häufig flankiert von heroischen Männerchorpassagen was den Kompositionen wohltuend entgegen kommt. Am meisten überraschen LONEWOLF mit angezogener Temposchraube bei „Mannila Shark“ der gelungenen Überraschung auf 'Division Hades'. Diese phantastisch würdevoll im abenteuerlichen Seefahrerstil verpackte Hommage an Mark „The Shark“ Shelton (R.I.P.) sollte künftig nicht nur um den Status einer herausragenden Musiker-Persönlichkeit zu unterstreichen im Live-Set der Band auftauchen. MANILLA ROAD hatten, laut der Band selbst, immer großen Einfluss auf LONEWOLF, daraus resultiert ein dem 2018 verstorbenen MANILLA ROAD-Musiker dessen plötzlicher Tod ein gewaltiger Shock für die Metal Szene war. Eine Hymne für echte Underground-Maniacs (passend für mich) haben LONEWOLF mit dem treibenden Headbanger „Underground Warriors“ im Koffer, ehe das Instrumental „To Hell and Back“ die Blaupause für alle restlichen Songs bildet. Am Ende werden mit dem sahnigen 9-Minuten Hammer-Epos „Drowned in Black“ nocheinmal alle Stärken gebündelt, die für LONEWOLF bezeichnend sind.

Insgesamt präsentieren sich LONEWOLF gegenüber dem letzten Studiooutput wieder gestärkter denn je, will heißen weitaus weniger verspielt, dafür dynamisch direkt enorm druckvoll fließend nach vorn gehende Gitarrenpower, treibendes Power-Drumming, raukehliger Gesang bei Hohem Hymnenfaktor dürfen hier ebenso wenig fehlen. Zur Einleitung zurückkommend: LONEWOLF Studioalbum Nummer zehn ist durchaus ein Besonderes geworden, möglicherweise hat das Infoblatt unwidersprochen Recht – vielleicht gar das stärkste innerhalb der Bandbiografie.

CD 2 Into The Past We Ride
Dem neuen Album liegt zusätzlich eine absolut lohnenswerte Bonus-CD mit dem Titel „Into The Past We Ride“bei, die alten Songs und Raritäten beinhaltet, darunter Hochkaräter wie „Into The Battle We Ride“, „The Dark Throne“ ergänzen sich passent mit kaum weniger starkem Songmaterial mystischen Inhaltes der nicht mehr erhältlichen frühen 1992/93er LONEWOLF-Demos 'The Dark Throne/The Calling', „Into The Battle We Ride“ einschließlich Intro „The Call“ „Witch Hunter“ „Sorcery“ oder „The Forogotten Valleys Of Hades“womit auch der Blick in die Vergangenheit kräftig lohnt. - Feine Aktion! Das CD-Doppel erscheint soviel nebenbei erwähnt im feinen Digipack. Nun aber genug damit, kommen wir zum...

Fazit: Heavy/Powerspeedmaniacs, die ihr von solcher Mucke nie genug bekommt: Euch erwartet ein heftiger Killerrelease plus hochwertigem Bonus, der keine Gefangenen macht. Gnadenlos intensiv packender Heavy/Power-Speed Metal auf Topliganiveau! 9/10

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