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SAPIENCY – For Those You Never Rest

09 Sapiency

VÖ: 25.09.20
(Massacre Records/Soulfood)

Genre:
Modern Melodic Death Metal

Homepage:
SAPIENCY

Die aus Frankfurt/M. heraus agierenden SAPIENCY sind das beste Beispiel dafür was passieren kann, wenn eine talentierte Band mit dem Umstand des steten Personalwechsels zu kämpfen hat. Mit dem bislang letzten offiziellen Lebenszeichen „Tomorrow“ (2013) stand man in den Starlöchern für den nächsten Schritt nach vorne, aber dann kamen die Personalwechsel auf den Posten des Schlagzeugers und des Shouters. Jeder Neuzugang (und dies waren einige) brachte seinen eigenen Stil und neue Einflüsse mit, die es anzupassen galt. Dies schlug sich auch auf die Aufnahmen zum Folgealbum nieder. Ich weiß z. B. von drei eingesungenen Versionen für den Bereich des Shouters. So dauerte es geschlagene sieben Jahre bis der dritte Longplayer „For Those You Never Rest“ endlich an den Start gebracht werden konnte. Die 12 neuen Stücke (plus Bonustrack „Like Yourself“ mit Gerre von TANKARD) gehen das Geschehen durch die Bank weg härter und schneller an. Der Opener „Everest“ und das sich direkt anschließende „Like Yourself“ stellen die Paradebeispiele hierfür dar und dienen zugleich als Anspieltipps. Die Gitarren klingen nun in vielen Bereichen thrashiger und brutaler. Die (extrem)Shouts von Neuzugang Phil Heckel stehen mehr denn je im krassen Gegensatz zum Cleangesang von Lars Bittner, der jetzt auch öfter hochkeifende Einsätze für sich verbucht. Das melodiöse KILLSWITCH ENGAGE Metalcore-Flair früherer Tage ist zwar noch zu erkennen, musste aber dem erhöhten Thrash- und Extrem Metal Anteil (beispielhaft hier „Bleeding In The Sun“) weichen. Da freue ich mich persönlich über Stücke wie „Thin Ice“ oder „Dropped Again“, die eben noch diese Parts aus den alten Tagen beinhalten und nebenbei auch noch ein wenig an IN FLAMES erinnern. 
Durch den Kurswechsel habe ich erst nach mehreren Durchgängen halbwegs Zugang zu diesem Werk gefunden. „For Those You Never Rest“ ist handwerklich in allen Belangen zwar gut gemacht, aber unter dem Strich ist nicht mehr meins.

Punkte: 7/10

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