DISTANT PAST - The Final Stage


VÖ: 26.03.2021
(Pure Steel Publishing)

Style: Heavy Metal in the Old Vain

Homepage:
DISTANT PAST

Neues aus dem Hause DISTANT PAST, hier darf man gespannt sein, was einen erwartet. Beim Eröffnungsstück „Kill The Dragon“ des vierten Studiolangdrehers 'The Final Stage' der Schweizer Heavy Metalcombo DISTANT PAST muss ich in Bezug auf den Titel fast automatisch an DIO denken, danach erwartet die Anhängerschaft von klassischem Heavy Metal eine geballte Ladung Heavy Metal alter Schule mit kräftig Schmackes im Flügel - oder Heavy Metal in the Old Vain, wie es oft so schön treffend heißt. Kraftvolle Vorwärtsdynamik verbunden mit Hymnenfaktor, fett austaxierter Twingitarrendynamik, rasanten Breaks und Ohrwurmrefrains bis es einem zu den Lauschern herauskommt. Kleinere dezent in die Songs integrierte Spezial-Effekte u. a. ein laut klingelndes einen garstigen Emotionsausbruch auslösendes Telefon, und ein futuristisches Sprechintro passend zur aufwändigen Coverartworkoptik des Tonträgers auf dem sich neun Songs und ein Intro befinden, sorgen zwischendurch für Auflockerung.

Bis auf „Dawn City“ und „The Power Of Evil“ sind alle Songs im Prinzip überwiegend kurz gehalten, leider werden die Gitarren öfter mal in ihrem Entfaltungsdrang ausgebremst, dieser wichtige Faktor fehlt über weite Strecken. Sich zum Songausklang beständig fokussierend wiederholende Vocals (siehe „Queen Of Sin“ oder „ Fall From Glory“ engen leider viel Raum für innovativem Songaufbau ein. Diesbezüglich wäre noch weitaus mehr drin gewesen. Gemessen am Atmosphärenlevel haben die Schweizer DISTANT PAST auf dem vierten Studiolangdreher alles richtig gemacht, eine gut ausgesteuerte Produktion sorgt dafür, dass der manchmal in schwierige Hochtonlagen gleitende Gesang nicht Gefahr läuft, gegenüber Gitarren und Schlagzeug unterzugehen. Sänger Jvo Julmy erinnert mit seinem charismatischen Organ fast an Geoff Tate zu dessen Glanzära. Apropos Gitarren: Die spritzige Gitarrenarbeit ist ein weiteres Plus einer insgesamt guten Scheibe dasselbe gilt für wuchtig flexibles Powerdrumming. Für alle, die auf gut in Szene gesetzten Oldschool Heavy Metal schwören, empfehlen sich folgende

Anspieltipps: „Kill The Dragon“ und „The Power Of Evil“.

Fazit: Anhängerschaft der NWOBHM-Frühphase von IRON MAIDEN, TOKYO BLADE etc., QUEENSRYCHE sowie den indirekt der NWOBHM zurechenbaren JUDAS PRIEST werden diesen Release mögen! 7,8/10





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