REDKEY - Rage Of Fire


VÖ: Bereits erschienen
(DA Music)

Style: Heavy/Power Metal

Homepage:
REDKEY

Keine Ahnung, warum dieses zwischen US und Euro-Metal balancierende Album der Wolfsburger Heavy Metalbrigade REDKEY so lange unentdeckt blieb, denn was der Fünfer auf 'Rage Of Fire' bringt oder sollte es brachte (?) heißen, da das Gesamtwerk anderthalb Dekaden zurückliegt,- ist eine geballt schwere Ladung Heavy/Power Metal zwischen JUDAS PRIEST, METAL CHURCH und VICIOUS RUMORS. Erstmals auf Vinyl erscheint im Oktober deren 2006er Album 'Rage Of Fire'. Klassische Metalfans, verbinden damit eventuell auch HEAVEN'S GATE, da
Thomas Rettke's Spitzname im Line Up der Himmelstorwächter, bei denen er insgesamt fünf Studioalben einsang, 'Fred' lautete. An den ersten beiden HEAVEN'S GATE-Alben 'In Control' (1989) und 'Livin In Hysteria' (1991) kommt ohnehin im Regelfall kein echter Heavy/Power Metalfan der auf traditionellen Edelstahl schwört, vorbei. Gitarrist Sascha Paeth, dessen Stern als Produzent aufging, dürfte von seiner Arbeit u. a. für AVANTASIA/LUCA TURILI oder dem eigenen Bandprojekt MASTERS OF CEREMONY bekannt sein, er brilliert neben Ex-STEELTOWER- (die HEAVEN'S GATE-Vorgängerband)-Bassist Sascha „Ace“ Borawski als Gitarrenpartner an der Sechssaitigen. Klemens Klarholz (Bass) und Daniel Eichholz (Drums) bildeten die druckvolle Rhythmussektion.

Drei bis fünfminütige Powergroovebanger teils umgeben von Düstersphärentouch wie „Rage Of Fire“, „Gone To Far, „Rebellion“ und „Respectable“ sollten für Kuttenträgerschaft Anlass genug sein, im Bedarfsfall dringend reinzuhören. Letzteres Stück erinnert mehr als einmal an ACCEPT, „Peace and War“ lässt überraschend SAVATAGE-Anteil durchblitzen. Daneben geben auch kraftvoll-kantig rockende Stampfer Marke „No Easy Way Out“ oder „Metal Head“ eine starke Figur ab. Spätestens beim heroisch balladesk startenden, danach amtlich derb theatralisch METAL CHURCH-Like abgehenden Siebenminüter „Be My Guide“ (das Glanzlicht einer tollen Scheibe!) zeigt sich die ganze Klasse einer großartigen Band. Sänger Thomas Rettke alias 'Redkey' geht stimmlich voll aus sich heraus, dabei heftig nahe an Ex-METAL CHURCH-Sänger David Wayne herankommend, bei bestimmten Passagen ebensowenig von dessen großem 80er-Konterpart aus VICOUS RUMORS-Reihen, - Carl Albert entfernt liegend zeigt er mit seiner kehligen Reibeisenröhre beeindruckend kraftvolles Stimmvolumen.

Weniger prickelnde Kompositionen wie der nicht so pralle Opener „Man n' Machine“ oder „Obsesssion“ drücken den Gesamtnotenschnitt am Ende doch etwas herunter, so dass zumindest die ganz hohen Wertungsregionen nicht erreicht werden, für ein geballtes - Gut - reicht es dennoch sicher, was das Gesamtwerk allenthalben geringfügig schmälert.

Abgemischt im zeitgemäß modern Kompakt-XXL-Soundraster passt auch das heroisch-bombastisch seinem Vorbild ehrenvoll gedenkende ANGEL-Cover „The Fortune“ mit stimmlicher Unterstützung von AVANTASIA/EDGUY-Sänger Tobias Sammet hervorragend ins Gesamtbild einer empfehlenswerten Vinyl-Scheibe. Dem Rot-Schwarz gesplatterten Vinyl liegt als Extrabonus eine handsignierte Autogrammkarte von Thomas 'Redkey' Rettke bei, womit zusätzlicher Anreiz besteht, sich das qualitativ starke Gesamtwerk zuzulegen, also lautet mein...

Fazit: Vorhang auf, und feuer frei - volle Abfahrt für METAL CHURCH, ACCEPT, JUDAS PRIEST und VICIOUS RUMORS-Anhängerschaft! 8/10




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