SEVENTH STORM - Maledictus


VÖ: 12.08.2022
(Atomic Fire Records)

Style: Dark Power Metal

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SEVENTH STORM

Nach 28 Jahren Bandzugehörigkeit beschloß Schlagzeuger Miguel Caspar seinen Ausstieg bei der früher als Black Metal Combo gestarteten portugiesischen Dark/ Gothic Metal-Institution MOONSPELL um fortan eigene Wege zu gehen. Lange gewartet hat der bis vor zwei Jahren noch bei MOONSPELL die Stöcke schwingende Schlagzeuger damit nicht, denen er sich nun bei seiner 2020 von ihm selbst gegründeten Combo SEVENTH STORM unter dem Künstlerpseudonym Mike Storm widmet. Mit Ben Stockwell (Gitarre), Josh Riot (Gitarre), Butch Cid (Bass) und Sänger Rez hat er eine schlagkräftige Truppe aufgestellt.

Scheinbar handelt es sich bei 'Maledictus' dem SEVENTH STORM Longplaydebüt um ein Konzeptalbum. Vocalist Rez erweist sich als echter Gewinn für die Band. Der stimmgewaltige Sänger schafft es irgendwo in einer Schnittmenge von VIRGIN STEELE-Shouter David De Fais und VAN HALEN-Rockröhre Sammy Hagar oder dem bei vielen Bands aktiven David Reece (u. a. ACCEPT, SAINTED SINNERS) liegend, mittels kraftvoll ausdrucksstarker Röhre sowohl heroische Epik wie auch dramaturgische Trauerpassagen stimmlich hervorragend zu intonieren. Darüber hinaus bringt Rez klassische Klartongesangfacetten mit eigenem Wieder erkennungswert ein. Die Blastbeatparts wirken stellenweise unpassend platziert, Gothische TIAMAT-Anteile, deren Timbre sich mit mystisch folkig vernebelter MOONSPELL-Note verknüpfen, sorgen für stimmungsvolle Sphärenlastik. Auch das variable Leadgitarrenspiel weiß zu gefallen, selbiges gilt für spannende Rhythmustempowechsel. Faszinierend wirkt das oft fließende Übereinander greifen diverser Einflüsse angefangen von epischen BATHORY und harrschen CRADLE OF FILTH-Attacken, über melancholische DEAD CAN DANCE/FIELDS OF THE NEPHILIM, schwermütigen Gothic Doom-Anteil der Schiene MOONSPELL/ PARADISE LOST/TIAMAT bis zum klassischen Hard Rock und Heavy/Power Metal mit Blickrichtung VAN HALEN, STRATOVARIUS und VIRGIN STEELE. Für's Stilvoll gestaltete Coverartwork gibt’s noch einen halben Extrapunkt mehr. Anstatt auch nur irgendein Stück gesondert hervorzuheben, empfiehlt es sich hier, das Gesamtwerk vollständig zu genießen, um es entsprechend zu beurteilen.

Dabei hinterlassen SEVENTH STORM schon mehr als ordentlich Eindruck. Am Schluß bremst sich die Band selbst ein wenig aus. Dreimal „Saudade“ (zweimal akustisch, einmal engisch) sind dann doch zwei zuviel. Immerhin ist das Stück ebenfalls auf dem Hauptalbum enthalten. Soviel Füllmaterial um das Album auf knapp 70 Minuten effektive Gesamtspielzeit auszudehnen, hätte es nicht bedurft. Damit gelange ich abschließend nach voller Gesamtspielzeit zu diesem...

Fazit: Gesunde Fusion aus Powermetal und dunkelsphärischer Schattierung mit respektabler Stilnote. Gelungener Start zu neuen Wegen mit ausbaufähiger Tendenz nach oben.Mal schauen, wohin der weitere Weg SEVENTH STORM führt. 7,5/10


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