ELLEFSON-SOTO - Unbreakable


VÖ: Bereits erschienen
(Reaper Records/Warner)

Style: Zeitgemäß produzierter Hard Rock/Heavy Mertal

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ELLEFSON-SOTO

Bedarf es der Herren Dave Ellefson (Ex-MEGADETH) und Vielseitigkeitssänger Jeff Scott Soto noch einer besonderen Vorstellung? Deren zweites Full Length Album rotiert gerade im Playerschacht. Auf zeitgemäss produzierten Soundgewand fahren ELLEFSON/SOTO fett produzierten Classic Hard Rock/Traditional-Metal.

Ob dies jedoch durchweg ausreichendes Kriterium ist, um das rezessierende Individuum vom Qualitätsgehalt zu überzeugen, bleibt fraglich. Es klingt häufig wie ein schwächerer auf modern gemachter JUDAS PRIEST-Nachschlag von 'Invincible Shield', bezeichnenderweise hat bei „Vengeance“ zusätzlich Tim „Ripper“ Owens einen Auftritt als Gastsänger womit dieser Fakt Bestätigung findet, während Mr. Soto sein edles Organ hinten antellt, mutet es mitunter schon seltsam an. Kracher wie „Soab“ oder „Hate You (Hate Me)“ röhren druckvoll aus den Boxen, allerdings holt mich der zu sehr auf zeitgemäss getrimmte Sound keineswegs ab. Warum Jeff Scott Soto häufig mehr zum Schreien involviert wird, anstatt sein kraftvoll-feinfühliges Organ entsprechend einzusetzen, entzieht sich trotz druckvoller Gitarrenarbeit hartnäckig meinem Verständnis. Das raumgreifende „Shout“ wirkt als hätten JUDAS PRIEST, WHITESNAKE und Consorten sich für ein modernes Klangschema entschieden. „Poison Tears“ hakt an mancher Stelle, das Instrumental „Ghosts“ gibt sich düstermelancholisch, dafür tritt „Snakes and Bastards“ mit herbem Rotzrock/Punkanstrich nach vorne gehend, kräftig Arsch.

Lyrisch gibt es am durchdachten Songmaterial nichts zu kritisieren. Musste das QUEEN-Cover „Death On Two Legs“ zusätzlich auf's Album drauf? Darüber mögen sich potentielle Käuferschichten der Scheibe im Bedarfsfall streiten.

Fazit: Von beiden Künstlern existiert besseres Albummaterial als es diese Kollaboration hergibt. 6,2/10