KLAW - Klawstrophoby The B-Sides Of Gods and Creators

VÖ: 20.03.2026
(El Puerto Records)
Style: Thrash Metal
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KLAW
Klaustrophobie ist die Angst vor geschlossenen, engen Räumen oder Menschen-Mengen. Eine EP nach der Band zu nennen und es mit einem Krankheitssymptom zu verbinden. Dieser teilt, sobald KLAW mal richtig von der Kette gelassen, heftig auf's Gaspedal gehend Tritte in den Allerwertesten. Messages dieser Art will der Titel 'Klawstrophoby' (krasses Wortspiel!) ausdrücken. Die Züricher Thrashkapelle geht es auf 'Klawstrophoby - The B-Sides Of Gods and Creators' so lautet der Titel vollständig mindestens genauso forsch, verspielt, dynamisch wie auf dem 2025 im Februar erschienenen Hauptalbum 'Gods and Creators' an, dessen im Vorjahr 2025 unveröffentlicht gebliebene B-Seiten mit gesunder Portion Schmackes und fetzigem Groove inlusive Leadsolofinessen rausgeschmettert werden. Griffige Leadsoli gefolgt von abrupter Gesang- und Tempovarianz gehören zu den Markenzeichen dieser konsequent den eingschlagenen Weg weiterführenden EP. Leider gibt es wieder einige Passagen, wo das harrsch kehlig intensiv räudige dick aufgetragene Thrash-Shouting nicht immer so greift wie es im Prinzip sein sollte, zeitweilig etwas austauschbar wirkt, wenngleich instrumentaltechnisch vieles bei KLAW im grünen Bereich ist.
Weckt schon die Titelsongattacke „Klawstrophoby“ Bock auf Thrash Metal, geht es bei „Mountain of Origin“ oder „Blasphemous“ nicht weniger schroff, ruppig, derb zur Sache. Krachende Riffdynamik, satt in Dampfhammer-Groove umschaltend eingestreute Breaks, Gegröhlte Backgroundvocals, heißeres Geshoute, galoppierende Passagen oder Progressive Stimmungs/Tempowechsel werden geschickt miteinander verknüpft. „Dead Eyes“ geht zwischendurch in Stampf-Rhythmen über, kommt aber dann wieder voluminos direkt zur Sache gehend auf den Punkt. KREATOR, SEPULTURA, EXODUS und Modern-Anstrich ziehen sich wechselweise durch alle vier Songs der EP, die hier nahtlos ans Hauptwerk anschließt.
Fazit: Fett ins Mett hauender Nachschlag des Züricher Thrashfünfers! 7/10

