SADISTIK WARFARE - Raised In Violence

VÖ: 20.03.2026
(Selvajaria Records)
Style: (Oldschool) Thrash Metal
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SADISTIK WARFARE
Mit SADISTIK WARFARE stellt sich eine gerade mal seit etwa drei Jahren bestehende Kooperation aus der Schweiz und Portugal vor, deren Visitenkarte zunächst lediglich 28:39 dafür umso geballteres Minuten kompromisslos weggeschredderte Statements verteilend, auf Neun Tracks 'Raised in Violence' getauft wurde. Auf dem kurzweiligen Long Play-Erstling regiert der pure Thrash Metal ruppig ungeschliffen roh, bis zum Anschlag brutal auf die Zwölf.
Statt auf Bay Area-Roots Marke EXODUS, TESTAMENT etc. und Euro Thrash im Sinne von KREATOR/SODOM zurückzugreifen (mit Ausnahme von DESTRUCTION), orientiert sich dieses Quartett viel mehr an ruppigen 80er-Underground-Oldschool-Knüppelkommandos der Teutonenstahl-Thrashecke wie NECRONOMICON, PROTECTOR, DEATHROW, LIVING DEATH, phasenweise verknüpft mit mehr aus der Speed Ecke kommendem 80er- Teutonenstahl-Kult der ANGEL DUST/IRON ANGEL-Schiene deren Feinheiten per tempogedrosselte Passagen gerade bei zwischendurch auflockernd melodische Seiten offenbarenden Leadsoliparts hervorstechen.
Thrashgeschosse nach treibend schnell auf's Tempo drückenden Strickmuster „Beneath the Ashes“; „Lobotomy Of Masses“, War Violent Speedmetal“ und lassen es mächtig krachen, da passt sich eine tonnen schwer schleppend alles niederwalzende Planierraupe dem Gesamtniveau problemlos an. Der markant heißere zwischen Brüllen und Keifen liegende Gesangsstil von Roberto Raposo gibt dem Songmaterial eine gewissen Touch, der nicht wenig an die 80er als obige Bands im Underground wirbelten erinnert. Cover von den CRO MAGS („Show You No Mercy“) bzw. REBEL FACTION/FEAR und „Burning For You/Hey“ fügen sich genauso problemlos ins Gesamtbild.
Fazit: Geballter voll-auf-die-Fresse-Thrash, dem es weder an erforderlich rotzräudigem Charakter noch Attitüde mangelt, das Ding teilt Rundschläge nach allen Seiten aus, besitzt ebenso Spannungsmomente und Killt amtlich! 8/10

