LORDS OF SALEM - Supersonic Vampire Pussy

VÖ: 06.03.2026
(echozone)
Style: Industrial Rock/Metal
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LORDS OF SALEM
Industrial Rock ist schon ein völlig eigenes Ding für sich. Ein Album Supersonic Vampire Pussy zu nennen, ist schon ziemlich krass. LORDS OF SALEM gehören zu der typischen Sorte Industrial Bands, die ihre ballernden Riffkaskaden mit provokativ-Textlyrics und ebenso deutlicher Gothic-Schlagseite verbinden.
Handwerklich ist der Neuntrackling wirklich keineswegs lau oder schlecht, raue Gitarrenriffs werden reichlich verbraten, Stakkato Riffs, Episch das tempo runter fahrende Momentaufnahmen sowie unterkühltes Kältesphärenlevel machen sich ebenfalls bemerkbar. "Carnivore" lässt Sprachsamples mit einfließen, während "Eternal Love" als gemässigt balladesk auf Atmosphärischem Weg wandelnde Nummer etwas mehr Abwechslung reinbringt. Was der Band fehlt sind Ausreisser nach oben, um das ganze interessanter zu machen, so hingegen bleibt es bei solidem Handwerk auf gutem Level, dass zwar einen Teil seines Fanklientels erreicht, doch nicht überall auf Wohlwollen stößt. Dafür läuft die Mucke so direkt und schnell sie einerseits mitten ins Gehör dringt auf der anderen wieder heraus. Das ist der Unterschied zu Größen aus der Topliga des Horror-Rock/Metal-Genres wie MARILYN MANSON, Die KRUPPS, SISTERS OF MERCY und ROB ZOMBIE deren Einflüsse sich auf diesem Langdreher finden. Packende Riffs, die auf Anhieb fesseln, catchy Refrains zum auswendig mitsingen und große auf Anhieb ins Gehör laufende Hymnen die mitreissen fehlen auf diesem handwerklich gut inszenierten Neuntracker beinahe vollständig. Als durchaus annehmbar Songs outen sich „German Zombie Attack“ , das harrsche „1000 Ways To Die“ und der flotte, powerdynamisch nach vorn gehende Titeltrack.
Fazit: Für Industrial Rock-Fans genießbar, alle anderen sollten vorsichtshalber testweise reinhören. An erwähnte Genre-Topgrößen reicht das Teil nur bedingt heran. 5,5/10

