PRELUDIO ANCESTRAL - Guardians of Twilight

VÖ: 03.04.2026
(Fighter Records)
Style: Symphonic Power Metal
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PRELUDIO ANCESTRAL
BLIND GUARDIAN-, HAMMERFALL, KAMELOT-, SYMPHONY X-Fans aufgepasst: Guardians of Twilight ist das neue Anfang April erscheinende Album von PRELUDIO ANCESTRAL einer auch schon seit 17 Jahren aktiv im Bussiness mitwirkenden Power Metalcombo aus Argentinien (San Miguel, Buenos Aires). Anstatt opulent bombastüberfrachtet bis zum Abwinken, geht es diese äußerst talentierte Mannschaft aus Lateinamerika kurz, knackig direkt an, deren sechstes Longplayalbum 'Guardians of Twilight' zwölf Melodisch symphonische Tracks beinhaltet, deren Frische ansteckend scheint. Kompositorisch ausgeklügelt, machen sie erst gar nicht den Fehler sich auf oftmals gleichbleibende Songstrukturen zu stützen. Basis bleibt klassischer Power Metal, dessen Elixier so vielseitig kreativ gestaltet endlich mal wieder zeigt, das es im Bereich der melodischen Metalschiene immer noch starke Formationen gibt, die wirklich etwas und davon viel können!
Der epische auf seinem Höhepunkt ins melancholische gleitende Faustrecker „Twilight Of The Hero“ gehört zu jener Sorte Songperlen, die es dem Genre zeigen, wie's gemacht wird. Trotz aller Verspieltheit schaffen es die Argeninier oft überwiegend geradlinig dennoch flexibel zu bleiben. Das einzige, was es zu monieren gibt, wären die Endlosschleifenabgänge, wo direkter Abschluß mehr Sinn ergibt. Am gelungenerweise hymnenhaften Songaufbau lässt sich ebenso wenig rütteln, wie prächtig umgesetzten Konzept einer geschickt zwischen Fantasy, Mystik, Drachen, Märchen, Glanz und Glorienschein balancierenden Scheibe. Das verdeutlichen „The Storm of a thousand Wings“, „The Shadow Throne“,
„The Last Stand Of Light“, „Rise Of The Golden Flame“, „Riders of The Crimson Storm“, „Crown of The Rising Sun oder das tolle Up/MidtempoKombigroove-Finale „The Sorceress of my Heart“ umso stärker. Alle vor Klischees triefenden Songs ergeben (mitsamt ihrer Titel) ein Ganzes. Druckvoll produziert bauen sich wechselnde Stimmungsebenen auf, ohne in gleichbleibender Langeweile zu versinken. PRELUDIO ANCESTRAL leben ihre Leidenschaft am traditionellen Power Metal voll aus, ohne im geringsten Peinlich, überzogen, kitschig oder cheesy zu wirken. Angesprochenes Fanklientel sollte spätestens damit hellhörig werden! Laut-Leise-Dynamik sind prächtig ausgeglichen, Riffs drücken dynamisch galoppierend nach vorn geschmettert, dazu feinfühlig heroischer zugleich mächtig nachhallend glockenheller Klartongesang, satte in echtem tPower Metal-Stil ohne übertriebenen Bombast donnernde Gitarrenläufe, präzise Schlagzeugarbeit, geschickt ergänzender Chorgesang, flirrende Leadsoli, Dramaturgische Wendungen.
Fazit: Spannender Melodic-Symphonic-Power Metal melancholischen Zuschnitts, der fesselnde Fantasy-Mythen spannend verpackt, nicht mit fetten Melodiebögen geizt. Solange es Bands wie PRELUDIO ANCESTRAL gibt gerät die Flamme des traditionellen Power Metal nicht in Gefahr zu versiegen! 8,7/10

