THE SOLITUDE - The Sound of Absent Life


VÖ: Bereits erschienen 
(Reaper Entertainment) 

Style: Epic Doom 

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THE SOLITUDE

In der finnischen Doomszene brodelt, gärt und rumort es gewaltig. Bereits Mitte der 90er gab es Pläne mal ein solches Album zu produzieren, dessen Spirit auf den Spuren von Genre-Koryphäen wie CANDLEMASS oder SOLITUDE AETURNUS wandelt. 28 Jahre danach ist es nun soweit. THE SOLITUDE haben jüngst ihr full-Length-Debüt veröffentlicht. Dunkle Fantasien, Tod und Hölle verschmelzen zu einem obskuren Epic-Doom-Gebräu. Hinter dem Silberling stecken ENSIFERUM-Drummer Janne Parviainen und Mika Karppinen (aka Gas Lipstick) der in vielen Bands aktiv war (u. a. Ex-HIM) aktuell das Ruder bei den Atmosphäric Doomern HALLATAR steuert. In Ville Pelkonen und Jannes Bruder Aleksi Parviainen wurden noch ein das bestehende Band Line Up komplettierender Bassist und Sänger gefunden.

Weckt die sechs minuten Sechsunddreißig Slomo-Walze „The Ruins of The Fallen Stars“ sogleich Erinnerungen zu den frühen BLACK SABBATH oder SAINT VITUS, lassen sich im weiteren Verlauf wenn es Tempoforciert zur Sache geht siehe „Deny The Sun“ oder im dynamisch flotten Epic Powergroover „He Who Prevails“ starke Tendenzen in Richtung ARGUS, CANDLEMASS, SOLITUDE AETURNUS, ORODRUIN und SORCERER feststellen. Das gesamte Album strotzt vor Melancholischer Tiefe verbunden mit raumgreifend epischer Schwermut, in Verbindung zu gedehnt heroisch ausbalanciertem Düsterpathos, wozu auch die Vocalistik von Aleksi Parviainen sorgt, der aus der Gesanglichen Stimmvielfalt von Stimmbandakrobaten wie Messiah Marcolin, John Gallor oder Butch Balich sein völlig individuelles Stimmbandmuster entwickelt. Doomhämmer speziellen Kalibers wie „Ruin Of The Fallen Stars“, „Deny The Sun“, „Gateway To Hell“, „Cry For The Dark One“, „Evil Needs Release“ oder „Bride Of Misery“ setzen sich von inbrünstiger Überzeugung vorgetragener Gesangsästhetik schleppend im Gehör fest. Alle anderen machen vielmehr einen Bogen darum, Doomjüngerschaft hingegen sollte aufhorchen, dieses heiße Eisen bei passender Gelegenheit einem erforderlichen Test unterziehen. Eine der besten Epic Doom-Walzen seit Langem.

Fazit: Mit diesem fetten Hochprozenter-Schwergewicht als Debüt reihen sich THE SOLITUDE auf Anhieb in die Genretopgrößen-Liga der Besten Epic Doom-Kapellen-CANDLEMASS, SOLITUDE AETURNUS, SAINT VITUS, SORCERER, ORODRUIN und ARGUS ein. Zeitlos in die Fußstapfen der Vorbilderriege tretender Epic Doom auf erlesenem Level allerbester Schule. Besser hätten es die Vorbilder auch nicht gemacht!  9/10