CRIMSON GLORY - Chasing The Hydra


VÖ: Bereits erschienen 
(Brave Words Records) 

Style: Heavy Metal/Progressive Metal 

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CRIMSON GLORY 

Eigentlich sollte dieses Album jemand anders besprechen, da wir zeitlich fast schon heftig im Verzug sind, obliegt es mir nun dies zu tun. 27 Jahre liegen zwischen dem letzten offiziellen CRIMSON GLORY-Ablum 'Astronomica' und 'Chasing The Hydra'. Demzufolge war mit Veränderungen zu rechnen, auch wenn die Band hinter dem Zehntrackling immer noch CRIMSON GLORY heißt, deren Comebackalbum zwar nach wie vor so klingt, jedoch den Status der heiß geliebten Klassikerscheiben kaum wirklich erreicht. Enttäuschung? Nein, Ernüchterung? Ja. Von der einstigen Magie goldener 'Crimson Glory'/'Transcendence' Zeiten sind CRIMON GLORY anno 2026 kilometerweit entfernt. Ein unterkühltes Produktionsraster trägt auch nicht zur Besserung des Gesamtergebnisses bei. Wer glaubt sich dieses Album schönreden zu müssen, bitte sehr. Songwritingtechnisch gesehen lässt sich dieser Scheibe nicht sehr viel abgewinnen. Spannungsbögen und Charisma sind zumeißt Fehlanzeige. An mir läuft das Ding wirklich über weite Strecken komplett vorbei.

Sänger Travis Wills an dem es am allerwenigsten liegt, macht stimmbandtechnisch einen starken Job, doch das nicht sonderlich doll gemischte Soundraster steht den Gitarrenfinessen kontraproduktiv entgegen. Insgesamt geht 'Chasing The Hydra' als solides Arbeitsresulat durch, mehr nicht. Am besten packen „Redden The Sun“ und „Pearls of Dust, wo des öfteren vorübergehend altes CRIMSON GLORY-Flair aufblitzt, das mystische „Angel of My Nightmare“ setzt zwischendurch ebenfalls Akzente. Trotz geradliniger Parts, wird es mit sperriger Progressivelastigkeit bedauerlicherweise viel zu oft bis zur Schmerzgrenze übertrieben, was der Scheibe vermehrt den Spielfluß nimmt. Reichlich belanglose Kompositionen wie der teils pseudothrashlastige Titeltrack „Chasing The Hydra“ und käsige Langweiler Marke „Broken Together“ und „Indelible Ashes“ gehen als unnötige Lückenfüller durch. Zu einem  Geniestreich oder das Prädikat 'gut' bekommenden Gesamtresultat reicht es nicht. Immerhin solide Wertarbeit, für eine Band vom Kaliber CRIMSON GLORY ist das hier zu wenig. 

Fazit: Schade, obgleich CRIMSON GLORY draufsteht, ist es nur geringfügiger Teil dessen, wofür deren Bandname in der Vergangenheit stand. Kein Bringer. 6/10