GODTHRYMM - Projections


VÖ: 29.05.2026
(Profound Lore Records) 

Style: Gothic-Doom-Death Metal 

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GODTHRYMM

GODTHRYMM sollten Doomlunatics nicht allzu sehr unbekannt sein. Angeführt von zwei Ex-MY DYING BRIDE-Recken - Shaun Taylor-Steels und Hamish Glenncross – orientiert sich Projections deutlich am Gothic-Doom. Tonnenschwere Doomriffs, fett rollende Gitarrenriffgewitter und Catherine Glenncross' klarer Frauengesang im Kontrast zu Hamish Glenncross' haarschem Doom-Death-Shouting sind elementare Zutaten, dieses Album zu verstärken, abrupt eingestreute Geschwindigkeitsattacken ebenso bezeichnend für das Dramaturgie-Feeling dieses auf Epic Doom wurzelnden Achttracklings. Tonnenschwere Slo-Mo Riffs entfalten bei Nummern vom Kaliber „The Sun Never Fell“, das in Melancholie regelrecht ertrinkende starken Bezug zu MY DING BRIDE zur Like Gods Of The Sun-Phase regelrecht erahnen lassende „Endure My Skin“ oder „Hope is Eternal“ (mit stark Gothic-Doomiger PARADISE LOST-Schlagseite) intensiv Wirkung, tauchen in dunkel-melancholische Gewässer, um sich in furioser Temposteigerung zu ergehen. Anhängerschaft von PARADISE LOST, MARIANA'S REST, MY DYING BRIDE oder TRIBUNAL sollte mit 'Projections' mehr als nur einiges anzufangen wissen.

Schade, dass sich diese Strukturen desöfteren schon mal ähneln und es vereinzelt (noch) am belebenden Überraschungsmoment auf dieser Genretechnisch mehr als adäquat fabrizierten Angelegenheit noch mehr Würze zu geben, ansonsten gilt: Grundlegend ist das auf diesem Achtrackling verbratene Songmaterial alles andere als schwach. Dafür bürgen neben bereits erwähnten Zutaten sowohl nicht seltene Melancholic-Stimmungsbögen, Feine Schwarz/Grau-Schattierungen und ein unterstützend kraftvolles Produktionsraster.

Fazit: Sanft wie ein warmer, gediegen lauer Sommerwind,von monumental epischer Breitenwirkung und mächtig brachial wie eine alles mit sich reissende Sturzflut! 8/10