LEX LEGION - Lex Legion

VÖ: 12.06.2026
(MNRK)
Style: Heavy Metal
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LEX LEGION
Warum lässt King Diamond so unendlich lange mit dem neuen Album auf sich warten? Immerhin liegt Diamantenkönigs letztmalig regulärer Studiooutput „Give Me Your Soul... Please“ bereits neunzehn Jahre zurück. Immerhin haben sich drei ehemalige und ein immer noch bei KING DIAMOND aktives Bandmitglied entschieden ein Studioalbum aufzunehmen, dass so ziemlich alles beinhaltet wofür auch der Name King Diamond steht. Dramaturgisch, fesselnd mystisch, obskur... dabei durch die Bank Oldschool von echtem Schrot und Korn!
In der Besetzung Mikkey Dee (Schlagzeug), Pete Blakk (Gitarre), Andy La Roque (Gitarre) und Hal Patino (Bass) haben sich LEX LEGION gegründet, um zusammen mit PAGAN'S MIND-Vocalist Nils K. Rue ein Album einzuspielen, welches der musikalischen Schaffenskunst des Dänenkönigs nicht unähnlich ist. Zwar verfügt Nils K. Rue nicht über das markante ins Extrem gehende Organ eines King Diamond, jedoch lässt er neben eigenem Stimmlichen Wiederkennungswert zwischendurch immer mal ein gewisses Maß angedeutete Nähe zum King erahnen. Natürlich ist hier ein Team gestandener Topleute am Start, die ihr Metier in und auswendig kennen. Filigrane Leadsoli der Gitarrenachse Blakk/La Roque nähren Hoffnung darauf, dass der nächste KING DIAMOND-Release vielleicht bald in greibare Nähe rück. Was auch immer sich daraus ergeben mag: Die gestandene Besetzung schindet mit vorliegendem Erstlingswerk mächtig Eindruck, so dass der King sich auf seinem nächsten Albumrelease alles gebend sich anstrengen muss.
Gepackt in eine vor Kraft strotzende bis unter die Decke das gesamte Songmaterial wiedergebende Produktion geht es trotz mittendrin auch mal verspielter Anteile zumeist ohne Schnörkel mit reichlich Energie gekreuzt mit pfundschwerer Heavyness direkt zur Sache. „Gypsy Tears“ lässt gleich keine Fragen offen, „Lost Inside“ eindringlichen Choralgesang inklusive ziemlich klare Spurenelemente zu 'Them' erahnen, „Dreams of Darkness“ vereint düster melancholisch raumgreifende Facetten mit Horrordramaturgie, druckvoller Heavy Metal-Urgewalt und Heroischem Faktor. „Saviours“ erzeugt zwischen Bedrohlich und Bedrückend liegendes Atmosphärenlevel, während „Life Eternal“ signalisiert, über wieviel gewaltigen Zug nach vorne die gesetztere Herrenriege insgesamt verfügt, wobei sich andeutet, dass LEX LEGION ihr gesamtes Potential bei Weitem noch nicht ausgeschöpft haben, was der Ohrwurm „(I am) The Ressurrected“ klar signalisiert, ein Stück wie „When The Stars Align“ vereint alles, wofür dieses Album steht: Schneidende Riffs, Filigrane Gitarren, wurchtige Schlagzeugrhtyhmen, donnernde Bassläufe und heroisch das ganze Spektakel vorantreibender Gesang auf Basis raumgreifend strukturierter Klangteppiche.
Fazit: Mehr als gelungenes Longplaydebüt einer gestandenen Formation inklusive Eigenwiederkennungswert mit rasanter Vermengung von Theatralik, Düsterflair und treibender Songstrukturen ohne den King auch nur 1:1 zu kopieren. - Respekt! 8/10

