EVA UNDER FIRE - Villainous

07 evaunderfire

VÖ: 10.07.26
(Better Noise Music/OPEN)

Genre:
Alternative Rock

Homepage:
EVA UNDER FIRE

Die amerikanischen Alternative Rocker EVA UNDER FIRE veröffentlichen nach dem Independent Album “Anchors“ (2015) und ihrem ersten Studioalbum “Love, Drugs & Misery“ (2022) nun ihr zweites offizielles Album “Villainous“. Und das hat es in sich, wie schon die ersten vier Vorabsingles deutlich aufzeigten („My Own Name“, „The Words You Say“, „Villainous“ und „Murder Scene“).
Der 13 Tracker pendelt musikalisch zwischen diversen Rock Genres hin und her, bringt aber auch härteren Sound wie Metalcore und Post-Hardcore geschickt mit ein und garniert hier und da mit Synth-Popstrukturen und den dafür typischen elektronischen Synthesizer Spielereien – wohl dosiert versteht sich.
Dreh- und Angelpunkt ist jedoch die variable Stimme von Frontfrau Amanda Lyberg aka Eva Marie. „Eva Marie“ ist nicht nur als Musikerin aktiv, sondern arbeitet hauptberuflich auch als ausgebildete Psychologin/Therapeutin, was u.a. die Thematik der Songs erklärt, in denen sie sich menschlichen Abgründe wie Ängste, Sorgen und Traumata drehen und die diese darin verarbeitet.
Die Stücke selbst sind alle kurz und knapp im 3-Minuten Rahmen gehalten. Der fetzige Album Opener „Awakening“ lässt schon aufhorchen und schürt sofort die Lust mehr von dem Album hören zu wollen. Er erinnert mich stellweise etwas an die deutschen Alternative Rocker VENUES. Danach folgen die Vorabsingles mit dem melodischen „My Own Name“, das durch seine Breakdowns in den Post Hardcore abdriftet. Einen richtigen gierigen Ohrwurm findet man im nun anknüpfenden Titeltrack „Villainous“ mit einem Gastfeature von Maria Brink, der Sängerin von IN THIS MOMENT. „The Words You Say“, das etwas weiter hinten platzierte „Murder Scene“, wie auch das ebenfalls überzeugende „Hello Hollow“, stehen dagegen für die etwas ruhigere Seite der Truppe aus Detroit/Michigan. Die angesprochenen technischen Spielereien finden sich exemplarisch im ebenfalls sehr melodisch ausgelegten “Survive My Scars“ wieder.
Als Anspieltipp soll noch der abwechslungsreiche Schlusstrack „A Violent End“ herhalten, der seinem Namen alle Ehre macht.
Das Quintett agiert durchweg auf hohem Niveau und jeder Hörer wird sicherlich sein eigenes Highlight alleine aufgrund seiner Abwechslung auf dem Album finden.

EVA UNDER FIRE sind mit dem neuen Album „Villainous“ nicht nur eine Neuentdeckung für mich in 2026, sondern auch eine echt mal wieder positive Überraschung in diesem genre. Klasse.

Punkte: 8,5/10

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