STONECAST - Expand Crimson Chaos

VÖ: Bereits erschienen
(Pitch Black Records)
Style: Heavy Metal
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STONECAST
In der französischen Metalszene hat sich sehr viel getan, sie ist seit dem Millennium regelrecht explodiert, weiteres Beispiel dafür liefern STONECAST aus Marseille. Sieben Jahre hat es nun gedauert, bis deren viertes Studiolangeisen 'Expend Crimson Chaos' eingetütet wurde. Soviel vorab, jetzt geht’s an die Musik. Für eine Überraschung sorgt gleich das erste Stück seinem Titel gerecht werdende „Death“, das als Düster Doomsmasher mit erlesenem Gesang durchgeht, als Referenzen kommen mir CANDLEMASS, DAWN OF WINTER und KHEMMIS in den Sinn. Überraschung vollauf gelungen! Mit solch einer majestätischen Schwermuthymne wäre nicht zu rechnen gewesen, Spannung auf alles folgende steigt gewaltig...
„Walking Dead“ wechselt danach ins Melodische Power Metal-Genre, nicht ohne dabei ebenfalls gehörig Eindruck zu hinterlassen. Lyrisch gesehen der beste Track auf 'Expend Crimson Chaos'. „Blood Red“ schippert erneut im Düster-Sektor, um dann mehr in Richtung Progressive Power Metal zu tendieren. „A Ce Lieu“ outet sich als Groovemonster von unwiderstehlichem Hymnengehalt. „Against The Tide“ wagt sich tief in Progressive-Metal-Gefilde in Kombination zu epischem Anteil, kommt jedoch im Zweiten Teil zu sehr wie eine Art Albumausklang rüber, was dem Stück phasenweise das Flair nimmt, hier schwächelt das Album erstmals. „King of Hell“ veriirrt sich im Thrashmetier, wobei der von progressive Parts durchbrochene Song nicht zündet. „Kneel Or Die“ passt sich qualiativ dem starken Eingangsdrittel an, Düsteratmosphäre und Hymnenhafter Traditionsmetal gehen hier Hand in Hand. „00.00.01“ zeigt sich in Form eines dunkel-epischen Zwischenspiels. „Expand Crimson Chaos“ stellt für mich den besten Song der Scheibe dar. Galoppierende Riffwände, Hymnenflair, saubere Melodieführung, leichter Progressivetouch und starke Parallelen zu IRON MAIDEN/JUDAS PRIEST zeigen STONECAST von ihrer besten Seite, „Gundown The Flag“ pendelt zwischen Heavy- und Speed inklusive Prog-Komponente. Was die Band sich beim Schlußstück „Nuclear Winter“ gedacht hat (kein SODOM-Cover!) weiß wohl nur sie selbst. Anfangs akkustisch überleitend von kurzer Sprechpassage, danach in Power-Thrash-Modus umschaltend inklusive schiefer Growls, die nicht wirklich ins Gesamtbild passen, verweigert diese Nummer trotz spielerischer Finesse den Wunsch nach einem gelungenen Abgang.
Fazit: Zurück bleibt ein vielseitiges Album, das viel experimentiert, teils echte Treffer, teils weniger gelungene Kompositionen beinhaltet. Immerhin überwiegt ersteres, weshalb ich in diesem Fall eine vertretbare 7/10 Punkten vergebe. 7/10

