COVEN JAPAN - Promised Land


VÖ: 24.07.2026
(No Remorse Records) 

Style: Heavy Metal/NWOBHM 

Homepage: 
COVEN JAPAN 

Aktuell rotiert der fällige COVEN JAPAN-Zweitling im Player. Hinterließ bereits das schlicht 'Earthlings' betitelte Debüt gewaltig Eindruck bei mir voll und ganz auf NWOBHM schwörenden Maniac, sehe ich zu meiner Freude, dass sich COVEN JAPAN treu geblieben sind. Flirrende Twingitarren, treibend flottes Tempo, satte Rhythmen und Taka's raumgreifend ein breites Spektrum zwischen Kehlig-melancholisch bis heroisch-klar abdeckender Gesang bestimmen weiterhin das Geschehen. Im Vergleich zum' Earthlings'-Debüt wirken die Songs im Gesamtergebnis ausgereifter. 

Auf 'Promised Land' regiert zu einhundert Prozent Tribut an den klassischen Heavy Metal der goldenen 80er-Jahre. Krachende Riffsalven, herrlich Leadgitarrensoli gepackt in Power, Dynamik und feine Leadgitarren-Soli  machen Tonträger wie diesen zum Genuss. Weckt der zunächst bedächtig zum Träumen anregende Opener "Promised Land" gepflegt Nostalgie, ziehen COVEN JAPAN nach kanpp einer Minute das Tempo erheblich an, kommt es mir eigentlich selbst nur so vor? Scheinen unmittelbare Parallelen zu tempoforciert fließend, sowie darüber hinaus zeitlos klingenden TANITH durch, die auf nahtlos fließende SATAN-Leadsoloschleifen und THIN LIZZY-Melodie treffen? Wie auch immer...  „Samurai Raising“, „Eternal Oath“ oder das von Episch ausgedehnten Ohoho-Singalongs flankierte „What Is Called The Life?“ treten gerne mal auf's Tempo. COVEN JAPAN haben jedoch weitaus mehr in petto als flott abgehende Songs. „Breath of the Distand Land“ zeigt sich von epischer Seite, weckt zeitweilig Erinnerungen zu LOUDNESS oder frühe TOKYO BLADE, „Gazing at the Sky“ brilliert mit galoppierenden UFO-Gitarren, erinnert durch markant rhythmischen Stampfgroove an uriges Früh80er-NWOBHM-Kulturgut der Prägung DARK STAR, FIST, IRON MAIDEN oder ebenso unverzichtbare TYGERS OF PAN TANG. Bei "Retribution of Death" machen sich sogar zeitweise US-(Power)-Metal Einflüsse (OMEN!) und Schwedenstahl-Urgesteine (HEAVY LOAD!).Anteile bemerkbar, die sich mit rasant flotter Powerdynamik von RISING FALL und TOKYO BLADE im groben zusammengefasst kreuzen, bis es tempogedrosstelt geradezu verträumt episch zur Sache geht, ehe am Schluß  kräftig auf's Tempo gedrückt wird.  

Anhängerschaft harter zugleich melodischer Gitarrenmucke, die sowohl Combos wie RISING FALL oder LOUDNESS wertschätzt und ebenso auf NWOBHM a la DARK STAR, FIST, TYGERS OF PAN TANG oder TOKYO BLADE schwört, sollte an diesem kleinen Juwel einen Narren fressen. Feiner Classic Heavy Metal aus dem Land der aufgehenden Sonne, dessen Inhalt mein Metalherz auf Anhieb erobert hat. Keine Frage, dieses Album landet sicher in meinen Jahres Top 20!

Fazit: Besser als auf dem Erstling, lässt sich somit feststellen - The Samurai will rise again! Hymnenorientierter Nippon-Edelstahl kombiniert mit NWOBHM-Einfluss auf Basis hochwertigem 80er Spirits. Authentischer geht’s nicht! 9/10

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