THE SCEPTER - Shadows In The Tower


Vö: 24.07.2026
(No Remorse Records) 

Style: Heavy Metal 

Homepage: 
THE SCEPTER

THE SCEPTER wurden 2018 in Ottawa (Kanada) gegründet und haben sich ganz den traditionellen 80er Heavy Metal verschrieben, dessen Feld stilistisch beackert wird. JP Aboud aktuell bei AMONG THESE ASHES, SYRINX und VIPERWITCH aktiv (zuvor schon Sänger in Reihen u. a. von TRAVELER, GATEKEEPER, BORROWED TIME) und einer ganzen Reihe anderer Kapellen ist natürlich kein Unbekannter, dessen Leidenschaft für obige Musik bekannt. Knapp dreißig Minuten reichten für diesen knapp unter Longplayformat liegenden durch ein repräsentantives Fantasy-Coverartwork verzierten Erstling aus.

BLIND GUARDIAN, HELLOWEEN, TOKYO BLADE und RIOT schälen sich dabei heraus, hinzu kommt noch ein dicker Anstrich OMEN, das zeigt sich bereits bei geradlinig nach vorn gehenden Traditional Heavy Metal-Brettern der Schiene „Riding Out“, „Where Art Thou“, „Protector of the Skies“ oder „Taarakian Blood“ inklusive beißend nachhaltig sich ins Gehör fräsender Leadsoli wobei letzt genannter Track an den Taraker-Bund im Kultfilm Heavy Metal denken lässt... - und tatsächlich Taarna ist wütend, zieht ihr Schwert gen Himmel und reitet auf ihrem geflügelten Pferd in den Kampf, es bezieht sich auf gleichnamigen Fantasy-Kult-Film), dessen Erbin auszieht, ihre Sippe zu rächen, um die Welt gegen das Böse zu verteidigen... JP Aboud's theatralischer Gesang kommt bei traditioneller Helden Epic Schlachten Fantasythematik mit jeder Faser effektiv zur Geltung. Dies unterstreicht auch „Shadows in The Tower“, dessen Abgang abrupt gediegen sanft per Piano erfolgt. An stelle langsatmiger Heroic-Epen geht es überwiegend flott vor allem ähnlich gelagert durchweg voll mit Karacho zur Sache, worin sich demzufolge der einzige Makel dieses auf gewaltigem Hymnenflair fußenden Achttrackers findet. Der kurze Eingangs erwähnte von BLIND GUARDIAN-Sänger Hansi Kürsch im Original verwendete (später noch mindestens zwei Mal)eingebaute „The Morning Sun of Dune“-Part, hinterlässt zugegebermaßen seltsames Geschmäckle... als ob dieses Stück gesamplet wäre. Hier quellen BLIND GUARDIAN-Einflüsse fingerdick aus jeder Ritze. Auch die geringfügig ausgelegte Gesamtspielzeit gilt es zu erwähnen... Schade, dass nur knapp dreißig Minuten zur Rezi vorliegen, doch reichen diese immerhin aus, um ein gutes Gesamtergebnis zu attestieren, das Bock auf mehr weckt. Hoffentlich wird beim nächsten Mal nicht wieder so zeitknapp musiziert.

Fazit: Was für ein Fett steil gehender Bastard aus klassischen Euro/US-Metal-Influenca, der sein anvisiertes Fanklientel mühelos erreicht. - Tougher Genretobak! 8/10

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