HELLEVATE - Killicon Valley

VÖ: Bereits erschienen
(Eigenproduktion)
Style: Power/Thrash mit Death Metal-Unterton
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HELLEVATE
Darauf hat die Welt gewartet... wahrhaftig? Nun ja, HELLEVATE servieren auf dem dritten Studioalbum eine deftige Mischung die sich irgendwo im Fokus von EXODUS, KREATOR, ACCEPT, OVERKILL, DESTRUCTION, GHOUL, HADES und SEPULTURA im Hardcoremodus bewegt. Natürlich bildet knallharter Thrash weiterhin das Grundgerüst aller zwölf Tracks. Die Amis lassen sich gar nicht lumpen, da geht es gleich mal so richtig krude zur Sache. Allem voran überwiegt die satte Ladung Power-Thrash. Gestreckt auf über 60 Minuten Gesamtspielzeit haben HELLEVATE hier einen Brocken hingelegt, dessen Inhalt sowohl heroische Passagen als auch knüppelhart straight nach vorn gehende Thrashbreaks und voluminösen Powermetal enthält. Alle zwölf Feger lassen erst gar keinen Zweifel aufkommen – die wollen es nocheinmal wissen – Recht haben sie! Druckvoll ratternde Bassläufe, krachend flexible Gitarrendynamik, massive Schlagzeugbeats, Fililgran Leadsoli, packende Geschwindigkeitswechsel, da steckt alles drin was Fusions-Power-Thrashalben ausmacht, die etwas zu erzählen haben. Botschaften, die ins Volk gestreut werden müssen. Eierschleifer vom Typ „Invoke Apocalypse“ „Demagogue“, „Jorogumo“, „Killicon Valley“ oder „Thou Should Kill“ aufgelockert durch zwei stimmungsvoll ins Gesamtgeschehen eingewobene Instrumental-Stücke lassen inklusive Gangshouts keinen Zweifel aufkommen – HELLEVATE melden sich trotz Überbrückung mit vereinzelten 7Inch-Singles und EP's nach zehn Jahren mit einem richtigen Monsteralbum eindrucksvoll zurück.Bei solcherart explosiver Thematik wie der auf 'Killicon Valley' aufgearbeiteten darf man ruhig angepisst sein, was der vielseitig in Ironiie, Zynismus, schwarzem Humor und Sarkasmus badende Gesang widerspiegelt.
'Killicon Valley' hat in der Tat seine Berechtigung, heute mehr denn je zuvor. Ist sich die Menschheit bewusst, mit welchen unkalkulierbaren Risiken sie spielt, wer letzten Endes Nutznießer aus dem gesamten Chaos sein wird? Wohl nicht die für Massentrends offene Normalbevölkerung, der tiefgründige Gedanken zu uns alle betreffender Thematik egal sind. Die Truppe um Bandurgestein Gitarrist Dan „Danowar“ Whitmer geht forsch, direkt, variabel zeitweise ausufernd verspielt und heftig energiegeladen immer den roten Fanden des jeweiligen Songs behalten zur Sache, was eine gesund austaxierte Mischung im Gesamtergebnis bedeutet. 'Killicon Valley' der Albumtitel spricht Bände widmet sich einem brisanten heute aktueller den je gewordenen Thema. Was einst in der vergangenen 90er Dekade als Silicon Valley mit Computerchips anfing, trägt heute vielerorts kontroverse Blüten, reicht bis hin zur streitbaren KI. Dieses Album wirft nicht allein mit geballten Statements um sich, es ist Warnung zugleich, weshalb den Songs immer ein Deathmetallischer Unterton innewohnt.
Fazit: Cooles, arschtight verabreichtes Power-Thrash-Gemisch, das bei der auf Thrashfusionsalben könnenden Anhängerschaft zentnerfett punkten dürfte. Unbändig voller Energie und mit unaufhaltsam viel Drang nach Vorne! 8,510

