CHRIS CAFFERY - Pins and Needles


VÖ: Bereits erschienen 
(Metalville/Edel) 

Style: Progressive Heavy Metal

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CHRIS CAFFERY 

Mit 'Pins and Needles' schickt SAVATAGE-Gitarrist Cris Caffery sein nächstes Soloalbum das insgesamt dritte ins Rennen. Härter denn je gibt sich Cris auf diesem knapp siebenundfünfzig Minütigen Solo-Album außerhalb gewohnter Spielwiese.

Seine Gitarrentechnik ist ohnehin erstklassig, kennt man so bei SAVATAGE, doch warum sind viele Nummern so derart überfrachtet? Ist das wirklich notwendig? Handwerklich gibt’s an sich nichts zu bekritteln, da stimmt bei Herrn Caffery alles. Klar, dass es auf 'Pins and Needles' verschachtelt Progressive zugeht. Vieles wirkt einfach nur zusammengebastelt. Immerhin gibt es auch einige Passagen wo Herr Caffery beweist gibt, dass er zu singen im Stande ist. Nummern wie das Titelstück „Pins and Needles“, „66“, „Reach Out and Torment Again“, „Walls“ (mit zeitweise melancholischen Gothic-Darkwave-Gesang als Kontrast), leben zwar phasenweise von ihrer Spannung, verlieren sich jedoch in zuviel Detailverliebtheit gipfelnd in Frickelorgien bis zum ultimativen Exitus, vergessen dabei zumeist das Grundgerüst - Rhythm and Beat, wodurch es oft recht schwer fällt, sich derartig überladenes Songsmaterial reinzusaugen, ohne schon nach wenigen Minuten die Skip-Taste zu drücken. Ich hab's nicht getan und komme zu einem klaren Urteil: Handwerklich nicht schlecht, was gerade bei „Chained“, „The Time“, „“The Temple“, „Once Upon The Time“( mit fesselnden Chorarrangements!) und im eleganten unmittelbar nach SAVATAGE müffelnde Zwischenspiel „“Quaaludio“ intensiv zum Ausdruck kommt, über weite Strecken klingt alles extrem verschachtelt, schwer zugänglich, wenig eingängig. Beispiel davon gibt u. a. „Worms“ wo sich jeglicher Zugang verwehrt, was ist das für ein verquert gemischter Salat? Wo liegt die Struktur, dazu noch ausufernde Funkrhythmen? Uuups! Kaum verdaulich. Ob „Pisses Me Off“ (bereits 2007 veröffentlicht) und „The Temple“als Alterna-Version mit drauf mussten, ist steitbar, im Grunde sind beide Songs hier überflüssig.

Fazit: Viel Spielzeit, jede Menge Songs und zu viel Überladung, das bekommt dem Gesamtwerk nicht immer. SAVATAGE-Fans könnten etwas damit anfangen, alle anderen sollten das Ding antesten, sich selbst ihr eigenes Bild machen. 6/10

 

 

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