SPIRIT MOTHER - Thistle


04.09.2026
(Heavy Psych Sounds Records) 

Style: Psychedelic Folk Rock

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SPIRIT MOTHER

SPIRIT MOTHER bestehend aus Armand Lance (Gesang, Gitarre), SJ (Violine, Gesang), Mia Rose (Violine, Gesang) und Michael Fenris (Bass) gehören zu der urig kauzigen Psychedelic Folk Rock Band seltener Art, stets unberechenbar, verschroben mit unorthodoxem Stil. Geisterstädte des Mittleren Westens der USA und Shoegaze und amerikanische Melancholiesschleier gehören bei dem beschlagenen Long Beach-Quartett ebenso ins Programm, wie Klapperschlangen, Wild-Pferde und freie Prärie. Nach dem gefeierten Vorgänger-Album 'Trails' führen SPIRIT MOTHER ihren bisher eingeschlagenen Weg konsequentermaßen weiter.

Im Grunde folgt das dritte Studioalbum „Thistle“ nicht nur Pfaden auf denen die Vorgängerscheibe wandelte, sondern baut diese sogar noch weitläufig aus, d. h. Werden bisher kaum bekannte Nuancen verfeinert. Dreizehn Stücke haben die Kalifornier kredenzt. Flankiert vom breit gedehnten für diese Band schon immer typisch weit gesteckten Einflussspektrum gibt es viel zu entdecken. Bei Nummern wie dem AlbumTitelstück „Thistle“ wummert der Bass tief, erdiges Rockfeeling, unterkühlt beschwingte Beats und gespenstischer tiefschwarz Psychedelischer Sphärentouch verbinden sich zu einer nahtlos fließenden Melange deren Einzigartigkeit sich einmal mehr auf's neue zeigt. Dem zufolge bleibt zwischen durch Platz für sanfte Akustikparts, feine Gesangsharmonien und schrittweise sich steigernden Leadsoloeskapaden. Nummern wie „Dog Machine“, „Violent Son“ „Stranger You are“ oder geben sich rockig zugleich getragen von der Eleganz geheimnisvoller Sphärenvorhänge. Jeder Song stellt quasi so etwas wie eine Art Geschichte dar. Wem wenn nicht Bands wie SPIRIT MOTHER gelingt es in vorzüglicher Weise Geschichten aus vergangener Zeit in derart eindringlicher Art so zu erzählen als seien sie gerade mal soeben mitten in der Gegenwart entstanden?

Im teils heavy doomig von Geigen flankierten Groover „Narrows“ sind heißes Klima und Präriewüstensand regelrecht spürbar, „Odetta“ beginnt depressiv melancholisch von Trauerfloor umgeben, schürt tief verborgene Emotionen, die sich mit Zunahme des Härtegrades gar erheblich steigern. „Good Faith“ erzeugt melancholisch unterkühlte WesternStimmung im weiteren Verlauf zu Düsterflair umschlagend, spätestens wenn vezerrter Gesang einsetzt ehe der JETHRO TULL-Klassiker „Locomotove Breath“ im Cover sich von völlig ungewohter Seite inklusive unterkühlt Melancholischem Traueranstrich und heißerer GrowlGesang zeigt, wodurch das Stück in gespenstische Horrordramaturgie driftet. „Coat of Arms“ baut feinfühlige Spannung auf, bleibt im Kern Düstermelancholisch fixiert, während "Crux" auf schnelle sTempo machend kräftig in den Hintern tretende Taktfolgen setzt. 

Fazit: Ganz im Sinne ihrer zwischen Gespenstischer Wild West Atmosphäre, hartem Psychedelic Stoner Sound setzen SPIRIT MOTHER ihre Emotionsbehafteten Abenteuerlich gestalteten Ergründungsreisen zu den inneren Sphährenströmungen Kaliforniens mit intensiver Leidenschaft, Herz und Seele konsequent fort. 9/10