TASKFORCE TOXICATOR - Countdown To Death


VÖ: 25.09.2026
(Iron Shield Records) 

Style: Crossover/Thrash 

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TASKFORCE TOXICATOR

Schlugen bereits die beiden 'Taskforce Toxicator' und 'Reborn in Thrash'-EP's gefolgt vom 'Laser Samurai'-Full-Lenth-Debüt mächtig Hohe Wellen in der Extremmetal-Szene, folgt nun in Erinnerung an da mit Shouter Fabian Koch nach dem Gig im Rahmen eines phantastischen Live-Abends in der Goldgrube, wo ich diese sympathisch ehrliche Ruhrpottabrisscrew erstmals live on Stage erleben durfte das Review zum Zweitling 'Countdown To Death'. TASKFORCE TOXICATOR hinterließen als Vorband von KNIFE und WARRANT nichts als verbrannte Erde in der ausverkauften Goldgrube Kassel. Wer diese fanatisch zu Werke gehende Schredder-Crew entweder schon live on Stage gesehen hat oder deren Debütalbum kennt, weiß also, was ihn/sie bei den Münsteranern erwartet.

Kompromisslos Rundschläge nach allen Seiten verteilend, - so und nicht anders kennen Thrashmaniacs diesen heftig abgehenden Fünfer angeführt von Shouter Fabian Koch und Gitarrist Dominik Rothe. Geradlinig, direkt mitten auf die Zwölf, Gangshouts inklusive. - Feuer frei! Lyrisch neben Gesellschaftskritikischer und Horrorthematik durch Star Wars Thematik geprägt, vermengen TASKFORCE TOXICATOR erneut US-Thrash (viel Bay Area-Einfluss), etwas Euro-Thrashanteil, Crossover und etwas Hardcore/Punk zu einem irrsinnig schrägen heftig intensiv mitreissenden jeden Mosh-Pit binnen weniger Minuten von 0 auf 100 ins Rotieren bringenden Gebräu.

Crossover/Thrash-Einfüsse von ANTHRAX, DEATH ANGEL, EXODUS, D.R.I., FORBIDDEN, KREATOR, SLAYER, SODOM. SUICIDAL TENDENCIES, WHIPLASH und etwas Hardcore sind vorhanden, einschließlich geballter Gitarrenriffwände, Gangshouts, Killerhooks, Breakdowns. furioser Tempovariation. und zahlreich in die Songs miteinfließender Finessen, satte Midtempogrooves kombiniert mit Geschwindigkeitsausbrüchen und ein bisschen Hardcore, passt zum zweiten TASKFORCE TOXICATOR Streich 'Countdown To Death' wie der Arsch auf den Deckel. Dabei geht es ungeheuer detailreich flexibel zur Sache. Gitarrist Dominik Rothe bringt es im Statement zur Album-Veröffentlichung direkt auf den Punkt: „Und wir wollten nicht einfach nur Laser Samurai 2 machen“. Wir legen viel Wert darauf stets etwas Neues auszuprobieren.“ Das ist dem Quintett auf ganzer Linie gelungen.  

Textlich vielseitig aufgestellt, haben die Münsteraner definitiv den Bogen raus, wie geradlinig kompromisslos brutal die Rübe vom Sockel schraubender Thrash eingetrümmert wird. Inhaltlich setzt sich der Zwölftracker mit Horrorgeschichten, gesellschaftskiritischer Thematik wie Stigmatisierung Betroffener von mentalen Krankheiten, und Rechtsextremismus auseinander. Natürlich bleibt auch der unveränderliche Science Fiction-Sektor (siehe „Intergalactic War“) gekrönt von herausragender Gitarrenarbeit!) vorhanden. Im durch markante Gangshouts gezeichneten Titeltrack „Countdown To Death“ schälen sich massiv Crossover-Anteile zwischen D.R.I. bis SUICIDAL TENDENCIES heraus, ebenso sind verzerrte Growls auszumachen. Rechtsextremismus bekommt Protesthalber im Speedinferno „Revived Scum“ unmissverständlich sein Fett weg, demonstativ den Mittelfinger gezeigt auffallendes Merkmal: Spitze an Randy Rampage (R.I.P.) zur legendären ANNIHILATOR-Frühäre erinnernde Hochton-Schreie. Spätestens bei der Anfangssequenz von „Rebellion Strikes Back“ könnte selbst SLAYER-Frontmann Tom Arraya feuchte Augen bekommen Hell Yeah,– so muss ein martialischer Schrei gefolgt von donnernder Riffkanonade klingen! Wie sehr sich die Band gegenüber dem noch etwas unausgereiften Laser Samurain-Debüt gesteigert hat, zeigt die famose Gitarrenarbeit von Dominik Rothe/Lars Wenning, die serienweise Riffskaskaden und griffige Leadsoloeruptionen aus dem Ärmel schütteln. Midnight Mass“ verbindet Horrorthematik, Atmosphäre und superbe Melodien.  Ausgereifter denn je haben TASKFORCE TOXICATOR ganze Arbeit geliefert, das macht sich ebenso deutlich am flexiblder denn je klingenden Gesang von Fabian Koch der kraftvoll bei Stimme ist, bemerkbar. 

Für das feine mal wieder kultige Science Fiction-Kunstwerk von Coverartwork legte wiederum Timon Kokott Hand an. TASKFORCE TOXICATOR halten erwartungsgemäß, was der Name verspricht, haben ein mächtiges Dampfhammer-Brett eingetrümmert - ungeschliffen rauer Thrash Metal,  der neben derbem Gebolze viel Platz für filigrane Arrangements lässt. 

Anhängerschaft die auf zeitgemäß produzierten geradlinigen Prügel-Thrash schwört kommt an dieser Scheibe gar nicht erst vorbei. Was für eine gewaltige Steigerung zum keineswegs schlechten Debüt. Lässt sich Thrash Metal im Jahr 2026 noch dynamisch impulsgebender spielen? Nein!. TASKFORCE TOXICATOR gehören zu jener Sorte Killer-Abrisskommandos, die den Thrash Metal ausnahmslos mit jeder noch so kleinsten Faser im Blut haben, schlussendlich gelange ich somit zu folgendem...

Fazit: Fette Mischung aus energiegeladenem Crossover und Thrash, die das Genre an dessen Wurzeln zurückführt ebenso über gesundes Maß Eigenstilnote verfügend rotzt, röhrt, groovt wie Sau! Alles wegmähend unbändige Brachialgewalt mit Finessen, - eine 'Lesson in Violence', die sich voll und ganz gewaschen hat. - Killerscheibe!  9/10