GARY JOHN BARDEN - Empowered Emotions

09 garybarden

VÖ: 18.09.2026
(Frontiers Music)

Genre: Hard Rock

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GARY JOHN BARDEN

Seit der 1980 von Michael Schenker entdeckt wurde, führte ihn die Reise zu vielen verschiedenen Stationen, ob PRAYING MANTIS oder STATETROOPER. Dabei kehrte er auch immer wieder zu MSG zurück, zuletzt im Rahmen des MICHAEL SCHENKER FEST, wo er mit Michael Voss auf einen weiteren alten Bekannten traf. Mit dem hatte er Anfang der Nullerjahre SILVER am Start, so dass sie schnell über ein neues Projekt einig wurden. Das letzte Soloalbum von GARY JOHN BARDEN liegt mit „Rock´n´Roll My Soul“ schon fünfzehn Jahre zurück. Mit Voss an den Reglern und bis auf die Drums von Geroen Homann allen Instrumenten haben die beiden „Empowered Emotions“ aufgenommen.

Bei dem deutschen Multiinstrumentalisten weiß man nie so genau, was man bekommt, auch seine Arbeit mit dem Hannoveraner Gitarrenhelden unterliegt Schwankungen. Schon die seltsame „Barden´s Overture“ lässt nichts Gutes ahnen, denn das Intro klingt distanziert wie eine alte Schellackplatte, was sich leider auf das gesamte Soundbild fortsetzt. Voss vermag es nicht den Druck aufzubauen, den beispielsweise die Schenker-Werke unter seiner Ägide aufweisen, dazu tönt einiges nicht sonderlich differenziert.
Das Grundriff in „Maasai Enkai“ mag zwar überzeugen, aber die Drums sind zu dünn und eintönig, um diesem Drive zu verpassen. Da nutzt auch einiges an prominenter Unterstützung wie Barry Sparks wenig, der ein paar interessante Bassläufe beisteuert. Den Versuch eines epischen Groovers schafft auch „Dark Water“, es fehlt einfach an Durchschlagskraft. Selbst ein Gastsolo vom Gott an der Flying V schafft da keine Abhilfe, und verpufft trotz guter Ansätze.

Es ist schade, dass die ebenfalls als Gast beigesteuerten Drums von Brian Tichy derart hölzern tönen wie bei „Walk Away“. Wobei die Halbballade zumindest mit einem kraftvollen Chorus aufwarten kann, und dadurch Zugänglichkeit gewinnt. Das Problem der Scheibe liegt auch am Protagonisten selbst, der etwa in „Ride Horseman Ride“ zu tranig klingt. Einzig „Hit The Ground Running“ weiß mit DOKKEN-Flair so richtig nach vorne zu schieben, und im Refrain zuzupacken.
Dahingegen ist der Titelsong trotz den Tasten von Don Airey ein Totalausfall. Ich bin ja bekannt dafür, dem Kitsch nicht abgeneigt zu sein, aber das da geht sogar mir zu sehr in den Schlagerbereich. Und die Bläser aus dem Synthesizer im rock´n´rolligen „Burning Wind“ leiden am meisten unter der schwachen Produktion. „Love And War“ mochte ich vor knapp zwanzig Jahren sehr, aber „Empowered Emotions“ enttäuscht mich ziemlich, bei den Eckdaten muss mehr kommen.

4,5 / 10

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