SIGNUM REGIS - Beyond Spacetime

VÖ: 09.10.2026
(Fireflash Records)
Style: Progressive/Heavy/Power Metal
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SIGNUM REGIS
Damit hätte ich ganz und gar nicht gerechnet: Kaum liegt es im Playerschacht, greifen positive Vibrations am Stück auf dem achten Studioalbum der Slovaken SIGNUM REGIS um sich, egal ob Progressive geradlinig oder Tempodynamisch. 'Beyond Spacetime' gehört zu den stärksten Ergüssen dieser immerhin schon seit knapp zwei Dekaden bestehenden Heavy Metal-Crew aus Bratislava der Hauptstadt im Karpatenstaat. Selbst das auf den ersten Blick etwas übertrieben wirkende Coverartwork passt zum tollen Scheibchen wie der Allerwerteste auf den Deckel.
Kraftstrotzende Songs werden von der vielseitig zu Werke gehend fünfköpfigen Slowakentruppe zu Hauf serviert, sogar gleich dreizehn am Stück ein echter Ausfall ist nicht erkennbar. Majo Petranin auch Sänger der Progressiver ausgerichteten Landsleute CASTAWAY liefert frisch ins Team gekommen einen traumhaften Job kann so ziemlich alle Stimmlagen egal ob verkopft, melancholisch, gefühlvoll oder threatralisch. Gitarren, Bass und Schlagzeug reissen mächtig, alles wirkt in sich geschlossen kompakt. Wie mitreissend ein gesamtes Album sein darf und kann zeigt auch die zwei mächtig Gänsepelle auslösend heroisch gestrickten mit ungemein lyrisch viel Tiefgang versehenen Powerballaden „Midnight Train“ und „Waterfall“ letzteres als gelungene Respektbekundung vor Mutter Natur. Wie breit das ganze Album aufgestellt ist zeigt der technisch anspruchsvolle stark an der Pforte zum Thrash klopfende stellenweise stark verschachtelte geschickt zwischen den Ebenen heftige Power Dynamik und temporeduzierte Ruhephasen wechselnde Progressive Smasher „Morning Dawn“, das hätten selbst FATES WARNING oder PSYCHOTIC WALTZ kaum besser hinbekommen. Gepackt in eine kraftvolle Produktion rockt 'Beyond Spacetime' fast an allen Ecken und Enten powerdynamisch, dass es regelrecht mitreisst. Das zeigt auch die flotte Melodic Power-Speed-Abfahrt „Beyond Spacetime“. Vergleiche mit anderen Melodic Power Metalacts sind natürlich gegeben erübrigen sich aber dabei von selbst. Echte Ausfälle sind auf diesem tollen Scheibchen keine zu entdecken, lediglich drei dennoch im oberen Mittelmaß liegende Tracks wie „Demon Lord“„Into The Rabbit Hole“ und „A Dream Or Two“, was die Klasse dieses bärenstarken Silberlings nur noch mehr unterstreicht. Insgesamt fällt das Album eine wenn auch nur kleine Spur zu langatmig aus, davon abgesehen liegt alles im grünen Bereich.
Ein enorm breit aufgestelltes Melodic Heavy/Power Metalspektrum das auch den ein oder anderen Progressive Zwischenton verkraftet zwischen ANGRA, HELLOWEEN, RHAPSODY OF FIRE, PRIMAL FEAR, STRATOVARIUS und TRICK OR TREAT kann sich auf eine Offenbarung erster Kajüte gefasst machen.
Als Anspieltipps einer richtig fett und fesselnden Demonstation empfehlen sich „Back To Zero“, der gigantische Powerballademguss „Midnight Train“ sowie das astreinen Powermetal am Stück liefernde Hymnenbonbon „Free Again“ dem das Powerspeedgeschoss „Beyond Spacetime“ als Richtungsweisender Grundpfeiler auf der anderen Seite gegenübersteht. Eingängiger than ever legen SIGNUM REGIS ihr bis dato eingängigstes und reifstes Album auf den Tisch, dass sich vor internationaler Konkurrenz keineswegs im Geringsten verstecken braucht.
Fazit: BockStarker Genretobak für Heavy Metalfans, die grundsätzlich nie genug von toller Melodievielfalt mitreissenden Grooves und knackiger Hymnenpräsenz bekommen. - Ein melodisches Progessive Heavy/Power Metal Manifest! 8,5/10

