ALTERA DOOMONICA - Angelic Doomology


VÖ: Bereits erschienen 
(Eigenpressung) 

Style: Atmosphärischer Gothic Doom 

Homepage: 
ALTERA DOOMONICA

Das Debütalbum der englischen Doomcombo ALTERA DOOMONICA enthält zehn Tracks im Stilfenster BLACK SABBATH, PARADISE LOST, MY DYING BRIDE, dieses ungefähre Muster zeichnet sich schon im Opening Track „The Silence Of Grief“ ab. Schwer walzende Doomriffkaskaden zeigen schnell, welche Vorbilder ALTERA DOOMONICA haben. Der garstige mehr in Richtung frühe PARADISE LOST/MY DYING BRIDE tendierende Gesang inklusive harrschem und gedehntem Shouting zeitweise gar inklusive Deathgrowls entwickelt zu Schwermutwalzen der Sorte „The Silence of Grief“, „The Other Side“, „Remnants Part I (The Deception) und Part II (The Revenge) “ „Infinitiatum“ oder „Losing My Mind“ impulsives Eigenleben. Die Spielzeiten-Palette variiert von knapp vier bis über Zehn Minuten Länge. Derb ins kantig raue hinein tendierende Gitarrenfills verbunden mit Spannung bei bedächtig sich zunehmend aufbauend bedrohlich rabenschwarzer Finster-Atmosphärendichte gehören zu solcherart Alben wie der Deckel auf den Topf.

Hintergrundchoräle, Dunkelsphärenvorhänge und raumgreifende Songstrukturen sind bei dieser sich nach außen obskur gebend vermummten Band ebenso präsent. „The Silence of Grief“ nimmt bedächtig startend schrittweise Fahrt auf, bricht jedoch nicht allzu weit aus der Grundstruktur heraus im Schlußdrittel erhöht sich der Dramturgiefaktor etwas, da stechen richtig Widerhaken raus. Den stärksten Teil einer interessanten Scheibe bildet die aus zwei Teilen einem kurzen und einem langen bestehende Gothic-Doomorgie „Remnants“ (The Deception) bzw. (The Revenge). Doomkapellen solcherart sind hinsichtlich Lyrics nicht ohne, will heißen werfen selbstverständlich nicht mit Kuschelreimen um sich, wie das zur Warnung aufgeklebte Etikett Parental Advisory Explicit Lyrics zeigt. Spätestens bei „Remnants (The Revenge) rotiert der Geist voll auf PARADISE LOST/ MY DYING BRIDE-Modus, wohin der Gesang ebenso sicher zielt. Auch der ins Antlitz des Umheimlichen blickend stärker als die anderen Tracks in Richtung MY DYING BRIDE ausgerichtete Trip zur anderen Seite „The Other Side“ hat es geballte achteinhalb Minuten heftig in sich, das rasante Schlußfinish wo im fließenden Übergang kurzfristig extrem derb auf's Tempopedal getreten wird, überrascht.

Fazit: Vielversprechend walzende Newcomercombo auf dem Düsterschwermut-Sektor, dessen Debüt Anlass zu hoffen gibt, das Größeres daraus entsteht. Ein beachtenswert gelungener Anfang ist gemacht! 8/10

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