SIRIUS CURSE - When Beauty Awaits

VÖ: 21.10.2026
(Eigenproduktion)
Style: Heavy Metal
Homepage:
SIRIUS CURSE
Rottweil gilt als älteste Stadt in Baden Württemberg, auch bekannt durch die dort recht häufig vorkommende Hunderasse. SIRIUS CURSE 2014 kommen von dort, wurden 2014 gegründet, werfen ihr Debütalbum auf den Markt. 'When Beauty Awaits' heißt das Ding und ist inklusive traditionellen Gitarrenriffing sehr vielseitig ausgefallen. Erzählt werden keine verglorifizierten Helden-Schlachten-Epen, wo es um Abenteuer, Herrschaft, Drachen, geheimnisvolle Orte, Mythen-, Sagen undLegenden geht, erzählt werden Ereignisse aus dem Leben selbst, der ungeschminkt nackten Realität! Das Songwriting teilte sich Frank Würthner mit Peter Hirsch, Für die Texte zeichnete Sänger/Gitarrist Frank Würthner allein verantwortlich.
Bezüglich Texten handelt das Album von Seelischem Schmerz, Tiefschlägen, gesellschaftlichen Paradoxa, Wendepunkten und Schwierigkeiten nach einem gewaltigen Tief wieder auf den Boden der Normalität zurück zu finden. Hinter der oberfläche der Schönheit befinden sich ebenso unschöne, gar hässliche Seiten.
„Who We Are“ befasst sich Schnellebigkeit unserer Zeit, spätestens bei „Encounters“ kommen fett dominierende Basstriolen zum Einsatz, dieser Song knallt mit satten Riffs und griffiger Melodieführung. „Made My Day“ ist ein sehr persönliches Stück von Peter Hirsch, das von Verlust einer geliebten Person, Schmerz, Trauer und Hoffnung auf ein besseres Leben in einer anderen Welt erzählt. „The Turning Point“ der in Dramaturgie getränkt fesselndste Heavy Rocker bezieht sich auf einen Wendepunkt, dessen Erreichen mehrere Geschehnisse in Verbindung zu schwierig verkraftbarer Erlebnissen vorausging. „Tear It Down“ punktet mit der Botschaft Ketten zu sprengen und Mauern zu durchbrechen, der eigenen Freiheit auf die Sprünge zu helfen, durch satte Vorwärtsdynamik, während „The Rise“ tempogedrosselt im kompakten Stampfbeat ins Ohr rockt allerdings trotz nachhaltiger Message (musikalisch) kaum hängen bleibt - Generationen jüngerer Menschen sollen ihr Seelenheil mittels Hochgesteckter Ziele im Werdegang finden aller Widrigkeiten zu Folge den Glaube daran beibehalten „Contradictions“ outet sich als zeitweise epischer Riffrockgroover mit knackiger Tempoattacke und Leadsolofeuerwerk der einen Kreislauf von Unwahrheiten, Maskerade und leeren Versprechungen reflektiert. Ausgerechnet der Titelsong „When Beauty Awaits“ verpufft im biederen Durchschnitt, darüber hilft der spannende Inhalt vom Tal des Leidens über deren Schattenseiten bis triumphaler Wiedergeburt des Phoenix aus der Asche mit Feuerflügeln keineswegs hinweg. „Astonished“ beklagt als episch dunkel-melancholisch-nachdenklicher Schlußpunkt den Fakt, das Generationen junger Menschen die Möglichkeit genommen wurde, ihr Leben frei nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Fazit: Akzeptables Debüt, womit kein schlechter Anfang zu Buche steht. 7,5/10

