FORBIDDEN - Forbidden


VÖ: Bereits erschienen 
(BLKIIBLK Records) 

Style: Thrash Metal mit starkem Progressiveanteil 

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FORBIDDEN 

An ihre beiden Frühen 1988er bzw. 1990er-Glanztaten kommen FORBIDDEN qualitativ heute nicht mehr heran, das zeigt auch dieser auf über eine Stunde Gesamtspielzeit gestreckte Albumrelease des fünften Longplayers. Den Modus Doppelfarbige als optische Bereicherungen durchgehende Albumcoverartworks in der Farbkombi orange-blau zu verwenden haben sich FORBIDDEN mit einer Ausnahme beibehalten. FORBIDDEN standen – ehemals neben (frühen) METALLICA (zu deren Thrash-Zeiten), DEATH ANGEL, EXODUS, TESTAMENT und VIOLENCE, galten schon immer als die „etwas andere“ entgegen gesetzt zu obig erwähnter Genre-Kollegschaft progressive ausgerichtete Band. Obgleich sie „nur“ in der zweiten Reihe standen, verdankt die Schredder-Hobelszene FORBIDDEN Hammeralben wie  'Twisted Into Form' und 'Forbidden Evil'. Schlicht nach der Band genannt, ist 'Forbidden'das erste Album der Truppe um das verbliebene Gitarristen-Bandurgestein Gitarrist Craig Locicero seit 2010, weckt Erwartungen, der starke Auftritt beim RockHard-Festival 2009 liegt siebzehn Jahre zurück, demzufolge steigt die Spannung auf das Teil.

Ungefähr dort, wo 'Omega Wave' (2010 veröffentlicht) endete beginnt 'Forbidden'. Neben brauchbaren Oldschool-Thrash-Attacken macht sich des Öfteren Hang zum Experimentieren bemerkbar. Bei modern aufgehübschtem Songmaterial vom Typus „Psyclops“ oder „DCLXVI“ verdreht es einem die Augen. Durchschnitts-Thrasher belanglos austauschbarer Art. Am besten funktioniert es bei FORBIDDEN sobald richtig herzhaft Oldschool reingekloppt wird inklusive zugehörig progressive vorgenommener Tempo und Stimmungswechsel. Das kritische „Burning The Lungs of Earth“ entpuppt sich inklusive warnendem Refrein per Klartongesang, ehe ruppiges Thrashgewitter folgt, im Gegensatz zu anderen nicht immer so prickelnd von der im 80erStil röhrenden Thrashbasis abweichender Songkreationen als gelungene Veränderung. „Jisei“ geht als trauermelancholische Brückensequenz durch, „Divided By Zero“, „Mutually Assured Dysfunction“ oder „The Burden“ sind technisch erstklassig, zeigen inklusive progressiver Verspieltheit auf recht knackigem Level, wo FORBIDDEN früher einmal standen, - die restlichen Songs wiederum richten den Blick unmittelbar zurück in die Gegenwart. „Sycophantasy“ überrascht mit Gastsängerbeitrag von MASTODON-Drummer/Sänger Brann Dailor im Kontrast zu Norman Skinner's kehligem Organ und im 9:25 Minuten Progressive Thrash-Opus „Flower of Live (Chaos by Design)“ wird ersterer Stil dick unterstreichen. Das Album wirkt als wollte die Band ihren bisherigen Karriereweg revue passieren lassen, stellt umgekehrt wiederum so etwas wie einen Neuanfang dar.

FORBIDDEN signalisieren sehr deutlich, das weiter mit ihnen zu rechnen ist, siehe hierzu auch deren Statement betreffs Rock-Hard Festivalabsage. Ok hier das...

Fazit: Leider kein voller Durchbruch, ebenso kein Ausfallresultat, immerhin ein respektabel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sich bewegendes Album, das auf den ersten Blick gesehen qualitativ knapp ein Stück weit der gestandenen Thrash-Elite hinterher hinkt aufgrund intensiver Progressive-Ausrichtung keineswegs leicht konsumierbar ist. 7,5/10