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JOHN LEE`S BARCLAY JAMES HARVEST - Legacy – Live At Shepherd`s Bush Empire (DVD + CD)


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VÖ: 05.11.07
(Cherry Red/Rough Trade)

Homepage:
www.barclayjamesharvest.com

Und da ist es wieder, das schöne “hey, das ist ja gar nicht…”-Problem. Man nehme eine ehedem extrem erfolgreiche Band, deren Mitglieder sich im Laufe der Karriere dann entzweien, entdreien, entvieren.... ent-x-en! Die Namensrechte bleiben entweder auf alle verteilt und komplett ungeklärt, und so darf jeder Mal unter dem ursprünglichen Bandbanner auf Tour gehen oder Alben veröffentlichen. Zumindest solange, bis es einem dann doch zu doof wird und die Anwälte sich für viel Geld einigen dürfen. Wir kennen das von Thin Lizzy, Sweet, Saxon, von der R’n’B Legende Platters soll es über 30 Versionen geben... na ja, und nun haben wir hier Barclay James Harvest. Zumindest eine Hälfte davon. Ende der Neunziger Jahre teilen sich Barcley James Harvest in zwei Teile auf: Sänger und Bassist Les Holroyd, zusammen mit dem inzwischen verstorbenen Drummer Mel Pritchard auf der einen Seite sowie Gitarrist John Lees und Keyboarder Stuart „Woolly“ Wolstenholme auf der anderen. Während Les Holroyd, der tatsächlich die Hits wie vor allem „Hymn“ gesungen hatte, erfolgreich durch die Lande und die deutsche TV-Landschaft tourt, bleiben Lees und Wolstenholme zumeist auf das Vereinigte Königreich beschränkt. Um der Welt nun einen Eindruck ihrer Live-Performance zu geben, veröffentlicht man unter dem Banner John Lees’s Barclay James Harvest dieser Tage einen Mitschnitt aus dem legendären Londoner Shephard’s Bush Empire aus dem Jahre 2006. Selbstverständlich enthält die sowohl als CD als auch als DVD erhältliche Platte neben dem bereits erwähnten „Hymn“ auch das fantastische „Child Of The Universe“. ...aber ein echter Hörgenuss ist die Sache damit leider nicht. Uninspiriert, gesanglich leider müde und emotionslos quält sich Meister Lees durch die Songs, und man möchte manchmal aus blankem Mitleid die Skip-Taste drücken. Hinzu kommt, dass so etwas wie Live-Feeling auch nicht ansatzweise aufkommen will. Wenn man denn mal zaghaft Zuschauerreaktionen vernimmt, so klingen die auf der CD-Variante eher wie ein Platzregen, denn wie frenetische Musikfans. Schlecht gesampled...
Kurzum: Ausschließlich was für BJH Komplettisten oder beinharte Die-Hards, alle anderen sollten wirklich beim bis heute faszinierenden „Berlin – A Concert For The People“ bleiben, wobei man fairerweise sagen muss, dass an diesen Meilenstein eh nicht mehr ranzureichen ist.

Tracklist:
01 Valhalla
02 For No One
03 Child Of The Universe
04 Harbour
05 The Iron Maiden
06 The Great 1974 Mining Desaster
07 Cheap The Bullet
08 Poor Man's Moody Blues
09 Galadriel
10 Suicide?
11 Medicine Man
12 In Search Of England
13 Poor Wages
14 Mockingbird
15 The Poet
16 After The Day
17 Hymn

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