WWE - No Mercy / Hell In A Cell 2017 Double Feature

12 wwenomercyhell

VÖ: bereits erschienen
(Fremantle Media)

Homepage:
WORLD WRESTLING ENTERTAINMENT


Bei diesen beiden WWE Großveranstaltungen habe ich immer die Hoffnung, dass es auch mal eine Spur härter wird und ich bin gespannt, was abgehen wird.
Los geht es mit dem RAW PPV NO MERCY und auch an die Tatsache, dass es bei der Eröffnung kein Feuerwerk mehr gibt, muss ich mich erst mal gewöhnen. Nach der Begrüßung steigt gleich das erste Match, bei dem The Miz seinen WWE Intercontinental Title gegen Jason Jordan verteidigen muss. Das Match ist für einen Opener sehr gut, es wiegt hin und her, doch man merkt bei dem Champion klar an, dass er mit seiner Erfahrung doch den Vorteil hat und auch die nicht ganz legalen Aktionen besser beherrscht, als sein Herausforderer. Aber Jordan ist einer, auf den man aufbauen könnte, denn seine Moves sind wahrlich nicht von schlechten Eltern.
Danach wird der Dämon frei gelassen, Fin Balòr trifft auf Bray Wyatt und ich bin immer noch platt von diesem Kampf. Fin ist der, welcher mehr die riskanten Moves zeigt, während Wyatt für grobe Aktionen zuständig ist. Auch bin ich auch überrascht, wie verdammt gut Wyatt sich entwickelt hat und auch mit seiner Masse viel Technik zeigen kann. Dazu kommen noch die Kopfspielchen, die beide nicht nur vor dem Match, sondern auch während ihres Kampfes einsetzen, um so die bessere Ausgangsposition zu haben. Das Match hat es meiner Meinung nach voll in sich und es hat mit sehr begeistert.
Nun ist Tag Team Action um die WWE RAW Tag Team Titles auf dem Programm und The Shield in Form von Seth Rollins und Dean Ambrose müssen gegen Cesaro und Sheamus verteidigen. Meine Fresse, was geht den hier ab ?? Nicht nur, dass sich das Match auch gerne mal nach draußen verlagert und es dort deftiger ans Werk geht, nein, auch das Tempo, das beide Teams zeigen ist famos. Cesaro knallt gegen den Ringpfosten und es brechen seine Zähne, doch der Schweizer Superstar macht weiter, so ein harter Hund ist er im Nehmen. Nicht nur das Tempo, auch die Spannung ist verdammt weit oben und nach so manchem Finisher denkt man schon, das war es, aber es kommt ein Kick out und die Action geht weiter. Spannung und Wrestling vom Feinsten, was hier von den beiden Teams gezeigt wird, Daumen hoch !!
Alexa Bliss muss nun ihren WWE RAW Women's Title verteidigen und das nicht einfach so, sondern in einem 5 Way Match und die Gegnerinnen sind Bayley, Emma, Nia Jax und Sasha Banks. Hier dürfte jedem klar sein, dass alle Damen sich erst mal um Nia kümmern wollen, damit die wohl kräftigste Lady ausgeschaltet wird und so sich die Chancen für jede einzelne erhöht. Doch über weite Strecken haben sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn Nia spielt mit ihren Gegnerinnen, als wären es Püppchen, die quer durch den Ring geworfen werden. Dafür muss sie aber auch viel einstecken und bei dem Sturz aus dem Ring haben viele in der Halle als auch das WWE Universe an den Bildschirmen den Atem angehalten. Dass hier hin und wieder Chaos ausbricht, davon war auszugehen, aber es bestätigt auch wieder die Tatsache, dass das Women's Wrestling mit so einem Match wieder einen hohen Stellenwert erreicht hat.
Eigentlich hatte ich beim folgenden Match zwischen Roman Reigns und John Cena nicht allzuviel erwartet, doch auch hier bin ich positiv überrascht, was für eine spannende Wrestling Action geboten wird. Dazu kann einem Reigns auch schon fast leid tun, denn er kann glaube ich anstellen, was er will, er wird einfach vom WWE Universe so angenommen, wie er es verdient hätte. Zudem bringt er Cena so was in Verlegenheit und dominiert ihn über weite Strecken, was man eigentlich auch in dieser Form nicht erwartet hätte. Natürlich ist John auch mal am Drücker, doch Roman weiß meist ein Gegenmittel und so ist das Match unerwartet stark ausgefallen.
Neville will nun seinen WWE Cruiserweigt Title gegen Enzo Amore verteidigen, der wie immer mit seine Catchphrase zum Ring kommt und die WWE Fans auf seiner Seite hat. Aber seit Neville seine bösartige Ader gefunden hat, sahen seine Gegner in der Vergangeheit relativ blass aus und das passiert auch mit Enzo. Dieser kann Neville kaum was entgegen setzen und es hat den Anschein, als würde der Champion einfach mit ihm spielen. Auch diverse Strohfeuer können Neville kaum beeindrucken, doch ein Kämpferherz gibt niemals auf.
Den Main Event habe ich mir schon lange herbei gesehnt, das Biest Brock Lesnar verteidigt seinen WWE Universal Title gegen das Monster Braun Strowman und dass man hier nicht viel filigrane Technik erwarten darf, ist klar. Vielmehr handelt es sich hier im eine Schlacht der Giganten und auch wenn das Match nicht mal 10 Minuten dauert, so mancher OMG Moment ist da immer wieder dabei und nach diesem Ausgang des Matches bin ich mir sicher, dass zwischen den Beiden das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Sowohl das WWE Universe in der Halle als auch ich sind begeistert und dieser PPV hat mich komplett gesehen positiv überrascht.
Als Bonus ist noch das Kickoff Show Match zwischen Elias und Apollo Crew zu sehen, das auch sehr ansehnlich ist.
Nun ist HELL IN A CELL Time, auch hier werden wir von den Kommentatoren begrüßt und sofort senkt sich der überdimensionale Käfig für das erste Match.
Hier stehen sich die WWE Smackdown Tag Team Champions The New Day in Form von Xavier Woods und Big E Jimmy und Jey, The Usos gegenüber und auch hier darf es gerne heftig abgehen. Das tut es auch, denn seit die Usos auf der Heel Seite stehen, gehen sie mit einer Aggression ans Werk, das sich gewaschen hat. Der einzige, der hier nicht helfen kann ist Kofi Kingston, der ein ums andere Mal außerhalb des Käfigs mit ansehen muss, wie seine Teamkollegen übel mit Kendo Sticks und anderen Utensilien bearbeitet werden. Ich bin völlig aus dem Häuschen, wie hart dieses Champion Title Match geführt wird und halte öfters als nur einmal den Atem an.
Ein erneutes Aufeinandertreffen gibt es nun zwischen Randy Orton und Rusev und keine Angst, dieses Mal ist ein richtiges Wrestling Match und kein megakurzes Intermezzo. Was mich allerdings stört, dass beide eigentlich hier nur ihr gewohntes Repertoire abspulen und es kaum spannende Momente gibt. Hier ein Coverversuch, dort ein bisschen Action außerhalb, aber großartig Spannung bietet das Match leider nicht.
Tye Dillinger konnte während der Kickoff Show den General Manager Daniel Bryan überzeugen, dass aus dem Match um den WWE United States Title zwischen Champion AJ Styles und Baron Corbin ein Three Way Match um den Titel wird. AJ ist aber erfahren genug, um sich dieser Herausforderung zu stellen und mit seiner Geschwindigkeit und Technik setzt er so manches Ausrufezeichen. Aber Corbin fährt auf der harten Schiene recht gut und ich bin persönlich der Meinung, dass Dillinger zwar ein guter Wrestler ist, aber noch kein Champion Potential besitzt. Am Ende des Matches ist es aber die Frage, ob das Match so ausgegangen wäre, wenn es ein normales Singles Match gewesen wäre. Hätte, wenn und aber zählt nicht, die drei bieten eine gute Show und das ist die Hauptsache.
Charlotte Flair hält den WWE Smackdown Women's Title und den möchte sich Natalya gerne wieder holen und so lassen es die Ladys auch flott angehen. Charlotte macht da ein wenig ihre Vater, den „Nature Boy“ Rick Flair nach, was Natalya nicht beeindruckt, sondern noch mehr anspornt und sie sich besonders auf das Bein der Championesse konzentriert. Dabei merkt Charlotte, dass sie am Rande der Niederlage steht und es beginnt ein verzweifelter Versuch, sich gegen den Titelverlust zu stemmen. Natalya lässt aber nicht locker und auch wenn Charlotte mal wieder auf die Beine kommt, die Herausforderin setzt ihr Heil auf das Bearbeiten des Beins. Ob das am Ende ausreicht, soll jeder selbst sehen, ich finde, auch hier ist Women's Wrestling der sehr guten Art geboten und nach diesem Ausgang werden wir sehen, wie es in der Damen Division weitergeht.
Jinder Mahal ist immer noch WWE Champion und dies will Herausforderer Shinsuke Nakamura ändern. Der Japaner hat seit seinem ersten WWE Auftritt das WWE Universe auf seiner Seite und diese Unterstützung kann er auch brauchen. Zwar dominiert er das Match zu Beginn, doch es ist jedem klar, dass die Lakaien von Mahal um den Ring herum immer dafür sorgen wollen, dass ihr Boss den Titel ja nicht verliert. Dabei ist es eben auch so, dass Nakamura es im Endeffekt mit drei Gegnern zu tun hat und das macht das Vorhaben Titelgewinn nicht gerade einfach. Dabei setzt der Japaner auf seine gute Technik mit Karate Hintergrund, während Mahal eigentlich nur Kraftaktionen entgegenzusetzen hat. Hier muss man sagen, dass der Kampf gut ist, aber eben das Drumherum mich doch etwas gestört hat.
Dolph Ziggler fühlt sich aktuell nicht wohl in seiner Rolle und da kommt ihm Bobby Roode gerade richtig, denn dieser kommt pompös zum Ring und Dolph marschiert komplett ohne Musik zum Ring. Diese Underdog Rolle füllt Ziggler super aus, doch die Fans vergöttern Roode und treiben ihn nach vorne. Aber Dolph hat einige Titel gehalten um zu wissen, wie man sich verteidigt. Viele sehen diesen Kampf als Füller, aber meiner Meinung nach sind hier zwei starke Techniker am Werk, die in meinen Augen gerne eine Stufe höher steigen dürfen, auch wenn das Ende nicht unbedingt sehr rühmlich ist.
Im Main Event kommt erneut der Käfig von der Hallendecke herunter und es machen sich Kewin Owens und Shane McMahon auf, diesen zu betreten. Sofort nach dem verketten der Tür legt Shane los wie die Feuerwehr und überrascht Owens mit seinem Tempo. Kewin steckt anfangs verdammt viel ein, kann aber auch die Gegenoffensive starten und nach einer geraumen Zeit des Brawls nimmt Shane den Bolzenschneider und zerstört das Schloss, um aus dem Käfig zu kommen. Hier ist es anders als bei anderen HELL IN A CELL Matches, denn hier gilt auch noch Falls Count Anywhere. Heißt, selbst wenn jemand auf dem Klo gepinnt wird, muss der Referee das Cover zählen. So ist nicht nur im Käfig, sondern auch AUF dem Käfig mächtig Action angesagt, Tische gehen zu Bruch und der Mega Bumb am Ende ist der Hammer, auch wie die Tatsache, wer da auch einmal aufgetaucht ist. Diese Schlacht sollte keiner verpassen und auch hier ist mitfiebern angesagt.
Hier haben wir zwei PPV's der WWE, die mich mehr als überzeugt haben und auf jeden Fall besser sind, als ich sie erwartet hätte. Da bei beiden Shows so was von grandiosen Matches dabei waren, tue ich mir schwer, eine Show hervorzuheben und gebe sowohl NO MERCY als auch HELL IN A CELL 8,6 von 10 Punkten.

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen