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OMNIUM GATHERUM & SKÁLMÖLD, Frankfurt/M., Nachtleben

10 Omnium Gatherum Flyer

Konzert vom 25.10.17

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OMNIUM GATHERUM
SKÁLMÖLD

Der Tourstart der Arctic Circle Alliance am 25.10. in Frankfurt versprach einen langen und abwechslungsreichen Abend. Unter der Woche versammelten sich viele Headbanger in Frankfurt, sodass das Nachtleben brechend voll war. Den Anfang machten die mir bis dato unbekannten STAM1NA, deren ersten Töne ich noch von draußen vernehmen musste, da sich eine lange Schlange an der Kasse gebildet hatte. Die Finnen heizten den Anwesenden mit finnischen Texten und ordentlichem Thrash-Metal ein und ließen es sich nicht nehmen das ein oder andere Mal mit dem Publikum anzustoßen und das deutsche Bier zu huldigen. Die Stimmung wurde von Song zu Song besser und die Band um Sänger Antti Hyyrynen wurde mit ordentlichem Applaus nach gut 40 Minuten verabschiedet.

10 Skalmöld

Es folgte eine relativ kurze Umbaupause, in der die meisten Sauerstoff tankten, ehe es mit SKÁLMÖLD weiterging. Die Isländer setzten stimmungstechnisch nochmal einen drauf und wurden bereits bei den ersten Tönen von „Gleipnir“ von den Fans gefeiert. Den Jungs sah man den Spaß auf der Bühne an und besonders das Dauergrinsen von Drummer Jón Geir Jóhannsson fiel auf. Diese Truppe macht einfach Spaß und dies schwappte von der ersten bis zur letzten Sekunde auf das Publikum über. Die geballte Wikinger-Power aus Island war spürbar und die Melodien und Chöre transportierten einen Hauch von Island nach Frankfurt. Die Kombination von melodischen, folklorischen Elementen und den Growls von Sänger Björgvin Sigurðsson erfüllten das Nachtleben und regten zum Tanzen und Headbangen ein. Gespielt wurde eine bunte Mischung von allen vier Alben, darunter „Narfi“, „Med Drekum“, „Höndin sem veggina klórar“ und „Miðgarðsormur“. Das während des Abends mehrfach geforderte „Loki“ wurde an diesem Abend zwar nicht gespielt, dafür sorgten „Ad Vetri“ und „Kvadning“ zum Abschluss nochmals für gute Stimmung. Nach 70 Minuten war Schluss und die Fans stimmten SKÁLMÖLD-Chöre an, die noch eine Weile ertönten.

10 Omnium Gatherum

Die Headliner das Abends ließen ebenfalls nicht lange auf sich warten und OMNIUM GATHERUM wurden von der Fangemeinde mit großem Applaus empfangen. Der musikalisch ansprechende Melodic Death Metal ging zwar ins Ohr, doch der Funke wollte an diesem Abend nicht auf jeden überspringen und es hatte den Anschein, als agiere Sänger Jukka Pelkonen mit einem deutlich zahlreicheren Publikum. Dies kam bei einigen nicht so gut an und das bei den ersten beiden Bands sehr kuscheligwarme Nachtleben leerte sich zunehmend. Die anwesenden Fans hatten jedoch sichtlich ihren Spaß und feierten die Finnen rund 75 Minuten lang ehe ein insgesamt toller und gelungener Tourauftakt vorüber war.

Text: Carina Reich
Fotos: Maja Dombkowska